Fiat-Händlertag: Briefing vom Trainer

Autor Jens Rehberg

Der neue FCA-Deutschland-Chef hat kurzerhand eingeladen: Die Händler konnten die neuen Produkte sehen. Und dann agierte Giorgio Gorelli an der Fußball-Taktiktafel.

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Das Händler-Event fand in einer ehemaligen Waggon-Fabrik in Mainz statt.
Das Händler-Event fand in einer ehemaligen Waggon-Fabrik in Mainz statt.
(Foto: Rehberg)

„Bisher waren wir nur in der eigenen Hälfte unterwegs und haben verteidigt“, fasst der neue FCA-Deutschland-Chef Giorgio Gorelli die Lage des Fiat-Netzes in den letzten Jahren bildhaft zusammen. „Aber jetzt greifen wir an.“ Und dann präsentiert der Chef-Coach sein neues Spielsystem auf einer großen Fußball-Taktikwand.

Rund 100 Händler des am 1. März neu gestarteten Fiat- und Abarth-Netzes sind der kurzfristigen Einladung des neuen FCA-Chefs am Dienstag nach Mainz gefolgt. Gerade für die, die nicht auf dem Genfer Salon sein konnten, war es die erste Gelegenheit, die neuen Produkte in Augenschein zu nehmen. Außerdem lernten sie Giorgio Gorelli kennen. Die Händler sind durchweg guter Dinge: Selten gab es bei dem Importeur einen so umfangreichen Produkt-Schub wie in diesem Jahr.

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Den Hintergrund der neuen „offensiven“ Ausrichtung hatte zuvor schon der neue Fiat- und Abarth-Markenchef für Deutschland, Giorgio Vinciguerra, beleuchtet. Statt den harten Verdrängungswettbewerb in den volumenstarken Fahrzeugsegmenten mitzugehen, will sich Fiat Chrysler zum einen auf emotionaler aufgeladene Fahrzeuge und zum anderen auf sehr Preis-Leistungs-orientierte Modelle konzentrieren, die der Hersteller als weitaus chancenreicher einstuft.

Dementsprechend platzierte Giorgio Gorelli seine neue „Mannschaft“ auf dem taktischen Board: Als Flügelspieler sollen der neue 124 Spider sowie die Abarth-Variante des Roadsters agieren. Um das offensive Mittelfeld kümmert sich der neue Tipo. Den ab Sommer zu den Händlern rollenden Pick-Up Fullback sieht Gorelli als treffsicheren Mittelstürmer. Und die Halbstürmer-Position besetzt er mit dem neuen Fiat 500S, für den Gorelli auch gleich eine besondere Erwartungshaltung formuliert: „Das ist Lionel Messi.“

In seiner auf Englisch gehaltenen Ansprache an die Händler betonte Gorelli zudem den hohen Stellenwert, den der Dialog mit den Vertragspartnern für ihn darstelle. „Letztlich sind Sie es, die unsere Autos verkaufen“, so der Manager. Und er versprach: „Meine nächste Rede halte ich auf Deutsch.“

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