Fiat Tipo: Voll auf Preis-Leistung

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Preis-Leistung ist das Mantra des neuen Tipo, dem sich alles unterordnen muss, so auch die Materialien für die Ausgestaltung der Innenraum-Komponenten. Aber auch wenn man der Türinnenverkleidung oder auch dem Armaturenbrett auf den ersten Blick ansieht, dass die Werks-Einkäufer preisbewusst verhandelt haben – über die Verarbeitung gibt es kaum etwas zu meckern.

Selbst mit einer sehr guten Ausstattung ist man noch in vergleichsweise moderaten Preisgefilden: So liegt man für einen Tipo-5-Türer mit dem beeindruckend durchzugsstarken 1,6-Liter-Multijet-Diesel (88 kW/120 PS) in der höchsten Ausstattungslinie (u.a. 16-Zoll-Alu, Klimaautomatik, 7-Zoll-Display, Tempomat, Licht- und Regensensor sowie Nebel- und Abbiegelicht) plus Metallic-Lackierung, Lederausstattung und Sitzheizung gerade mal bei einem Listenpreis von 21.500 Euro.

Fiat Tipo: Voll auf Preis-Leistung
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Ebenfalls enthalten ist dabei ein gutes Platzangebot. Auch große Fahrer beziehungsweise Mitfahrer sitzen im Tipo gut. Für Kleinkram gibt es vorne neun Ablageflächen, die insgesamt zwölf Liter Volumen schlucken. Und hinten passen ins Schrägheck 440 Liter Gepäck. Beim 20 Zentimeter längeren Kombi werden daraus 550 Liter, die dank flexiblem Trennwand-Konzept sowie einigen Haken und Ösen auf einer Ladelänge von 1,80 Metern sehr variabel und sicher bestückt werden können.

Vier Motoren zum Start

Auch das schwächere der beiden Diesel-Aggregate (1,3-Liter – 70 kW/95 PS) bringt mit 200 Newtonmetern noch ausreichend Drehmoment auf die Straße. 11,7 Sekunden braucht der kleine Diesel für den Standard-Sprint und in der Spitze reicht es für 180 km/h. Die theoretischen Normverbräuche sollen für beide Diesel-Motoren bei 3,7 Litern Kraftstoff liegen.

Beim 1,6-Liter-Diesel reicht Fiat bis Ende des Jahres zusätzlich eine Eco-Version mit aktivem Kühlergrill, speziellen Rädern mit Leichtlauf-Reifen und einer Ölpumpe mit variabler Förderleistung nach, die auf dem Papier mit rund 3,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen soll.

In der Benzin-Abteilung können die Kunden zwischen dem 1,4-Liter-Basismotor mit 70 kW (95 PS) und einem Turbobenziner derselben Hubraumgröße und 88 kW (120 PS) wählen. Die beiden Varianten laufen in 10,2 beziehungsweise 10,5 Sekunden von null auf hundert km/h. Das durchaus geschmeidige und einigermaßen präzise bedienbare Sechsgang-Getriebe muss für eine ansatzweise sportliche Fahrweise allerdings in hoher Frequenz geschaltet werden. Den kleineren Diesel gibt es nur mit 5-Gang-Getriebe. Eine Sechs-Gang-Automatik ist zunächst nur für den zusätzlichen 110-PS-Benziner vorgesehen, der zum Jahresende verfügbar sein soll. Ebenfalls nachgereicht werden soll ein Doppelkupplungsgetriebe für das größere der beiden Diesel-Aggregate.

Schrägheck-Marktstart am 11. Juni

FCA führt den Tipo gerade in drei Stufen hierzulande ein: Seit Mitte März bereits steht die Stufenheck-Version im Handel – so konnten Kunden den neuen Kompakt-Angreifer schon früh zur Probe fahren. Am 11. Juni wird dann die wichtigste Variante, der Tipo-5-Türer, seinen offiziellen Marktstart feiern. Auf diesen Termin schießt sich auch das Marketingteam des Importeurs hauptsächlich ein und es soll auf allen Medienkanälen ein entsprechender Werbedruck aufgebaut werden. Im September oder Oktober folgt schließlich der Kombi, der nach einer Prognose des Importeurs ein knappes Drittel am Tipo-Gesamtvolumen ausmachen soll.

Auch Fiat-Händler Wolfgang Latussek – Geschäftsführer der IWM-Autohaus GmbH (Fiat, Abarth, Alfa, Jeep und Fiat Professional) in Würzburg – hatte sich früh zwei Tipo-Limousinen gesichert, um seinen Kunden das Fahrzeug zeigen zu können und sie auch Probe fahren zu lassen. „Die, die ihn fahren, sind begeistert“, sagt er. Angesichts der kommunizierten Preise beeindrucke die Kunden vor allem die gute Qualitätsanmutung. „So etwas erwarten die Leute bei einem Fiat für 12.000 Euro nicht“. Auch das Raumangebot überzeuge die Leute. Einige Stufenheck-Modelle des Tipo hat der Würzburger Händler bereits verkauft. So mancher Kunde will aber auf den 5-Türer warten. „Für die Markteinführung der Schrägheck-Variante werden wir ordentlich disponieren“, kündigt Latussek an. „Auf den Wagen wollen die Leute nicht acht Wochen warten.“ Der Händler rechnet in einem von Fiat zuletzt nicht besetzten Segment jetzt mit zusätzlichem Geschäft und neuen Kunden. „Der Großteil wird Eroberung sein“, ist sich Latussek sicher.

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