Stellantis Findungsphase bei Fiat

Von Jens Rehberg 13 min Lesedauer

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Zu FCA-Zeiten musste Fiat nicht übermäßig an der Modellstrategie drehen. Fiat 500 und Panda waren zusammen mit dem Ducato lange eine sichere Bank. Jetzt werden die Karten teils neu gemischt

Für das Grande-Panda-Format wurde der italienische Bär tatsächlich auf knapp vier Meter Länge gestreckt.(Bild:  Stellantis)
Für das Grande-Panda-Format wurde der italienische Bär tatsächlich auf knapp vier Meter Länge gestreckt.
(Bild: Stellantis)

Im ersten Quartal des laufenden Verkaufsjahres brach das Fiat-Neuregistrierungsvolumen – wie bei anderen Stellantismarken auch – erst einmal von 16.000 auf gut 10.000 Einheiten ein. In der Stellantis-Zentrale im Rüsselsheimer Adam-Opel-Haus ist oft die Rede von einem „Übergangsjahr“. Bei Fiat fehlt in erster Linie der 500er-Verbrenner, der erst zum Jahresende – dann allerdings unter der Haube des bisherigen Elektro-500ers – wieder angeboten werden kann.

Vor zwölf Monaten war der langjährige Fiat-Bestseller noch da – und kurios: Hält man die deutschen Fiat-Neuzulassungszahlen des ersten Quartals 2024 neben die aus Q1 2015, gibt es eigentlich keine großen Unterschiede. In beiden Zeiträumen brachte der italienische Importeur zwischen 16.000 und 17.000 Fahrzeuge auf die Straße. Letztes Jahr waren das zum überwiegenden Teil rund 6.000 Ducatos und 8.000 Fiat 500er. Vor zehn Jahren waren es ebenfalls rund 6.000 Ducatos und 7.000 Einheiten des 500ers. Lediglich das Restvolumen war 2015 noch deutlich bunter durchmischt. Neben den 1.600 Pandas gab es noch Puntos, Doblos, Freemonts, Fiorinos und Scudos in mindestens dreistelligem Volumen. 2024 waren es neben 1.100 Pandas nur Tipos und 600er in relevanten Stückzahlen.