Direktvertrieb Fiat verkauft den Topolino selber

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Ein echtes Vertriebskonzept gibt es noch nicht. Die Händler, die mitmachen wollen, bekommen eine Auslieferungsprämie – das war's eigentlich. Wie das läuft, wenn die ersten Mikromobile in die Werkstatt kommen, ist noch unklar.

Der L6e-Zweisitzer wird an einer normalen 220-Volt-Steckdose geladen.(Bild:  Stellantis)
Der L6e-Zweisitzer wird an einer normalen 220-Volt-Steckdose geladen.
(Bild: Stellantis)

Mit dem Fiat Topolino („Mäuschen“) bringt Stellantis nach dem Opel Rocks die nächste nahezu baugleiche Konzern-Variante des L6e-Leichtfahrzeugs Citroën Ami. Kosten soll das nur 45 km/h schnelle Elektromobil laut einer aktuellen Mitteilung des Herstellers stolze 10.000 Euro – 2.000 Euro mehr als der Opel Rocks. Die Stellantis-Bank bietet eine Leasingrate von 50 Euro bei 1.500 Euro Anzahlung, drei Jahren Laufzeit und 5.000 Freikilometern pro Jahr.

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Den hart gefederten E-Zwerg will Stellantis ausschließlich selber online verkaufen. In den vergangenen Wochen wurde bei den Fiat-Partnern die Mitmachbereitschaft abgefragt. Die wichtigsten Konditionen stehen – ein detailliertes Konzept will Rüsselsheim nachreichen. Vor allem in Sachen Service – hierzu gibt es für die Partner noch keine Regeln. Trotzdem mussten interessierte Händler schon mal die entsprechende Zusatzvereinbarung unterschreiben.

Jedenfalls bekommt jeder Händler, der das Mäuschen ausliefern will, einmalig 1.000 Euro. Pro Auslieferung werden ihm schließlich jeweils 500 Euro überwiesen – die Kunden können ihren Wunschhändler nennen, bei dem sie das fahrende Fiat-Kästchen abholen oder von dem sie es vor die Haustüre gestellt bekommen wollen. Für Letzteres erhalten die Händler weitere 300 Euro – sollten allerdings bedenken, dass die theoretische Reichweite von 75 Kilometern bei Kunden, die in Mittelgebirgsregionen wohnen, knapp werden könnte.

Keinerlei Opel-Zahlen

Das Potenzial des Topolino ist für die Partner ein großes Fragezeichen – im Hinblick auf die Verkaufszahlen des Opel Rocks mauert Rüsselsheim extrem – wahrscheinlich nicht aufgrund von explodierender Nachfrage.

Der 6 kW (8 PS) starke Zweisitzer für die Führerscheinklasse AM darf auch von Fahranfängern ab einem Alter von 15 Jahren gefahren werden. Der Würfel ist 2,53 Meter kurz und anders als bei Opel gibt es den Leicht-Fiat auch mit Rollverdeck (aber dafür ohne Türen) – die Italiener möchten dies den Kunden gerne als „Strandbuggy-Style“ verkaufen. Farbauswahl: Fehlanzeige – eine zumindest rudimentäre Farbpalette ist dem Konzern-Rotstift zum Opfer gefallen.

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