Filter gegen Wasser halten Diesel am Laufen

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Parafinkristalle im Kraftstofffilter können bei eisigen Temperaturen ganze Dieselflotten lahmlegen. Doch auch das im Kraftstoff emulgierte Wasser stoppt bei tiefen Minusgraden das Einspritzsystem.

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Das hier außen liegende, weiße Filtermesh hält Wasser zurück.
Das hier außen liegende, weiße Filtermesh hält Wasser zurück.
(Foto: Sogefi)

Moderne Dieselmotoren reagieren äußerst empfindlich auf Treibstoffverschmutzung und frostige Temperaturen. Sogefi, ein Hersteller von Erstausrüstungs- und Austauschfiltern für die Automobilbranche, empfiehlt daher, das Kraftstoff-Filterelement rechtzeitig zu erneuern. Austauschfilter mit der Diesel-3-Tech-Technologie scheiden nach Tests eines unabhängigen Speziallabors über 99 Prozent des Schmutzwassers ab. Sie sollen den Angaben zufolge bei extremen Durchflussmengen sogar Originalteile der Fahrzeughersteller übertreffen.

Die Diesel-3-Tech-Technologie kombiniert drei Filtermaterialien zu einem einzigen Element. Die ersten zwei Lagen verhindern den Weg von Partikeln zur Gemischaufbereitung. Sie halten circa 95 Prozent der Partikeln bis zu 4μm zurück. Die dritte Lage, die aus einem hydrophoben (wasserabweisenden) Kunststoffgitter besteht, garantiert laut Hersteller einen Abscheidungsgrad von bis zu 99 Prozent des Schmutzwassers, unabhängig von der Größe der Wassertropfen.

Wasser in Tank und Kraftstoff

Das Wasser liegt nicht nur in freien Tröpfchen vor, wie sie sich etwa durch Kondensation bei starkem Außentemperaturwechsel in halbleeren Tanks bilden, sondern auch als Emulsion mit dem Kraftstoff selbst. Hier sind besonders die im regulären Diesel enthaltenen Fettsäuremethylesther (FAME) aus Biodieselanteilen zu erwähnen, die zu Wassereinlagerungen neigen.

Drei Filterlagen sorgen für sauberen Diesel. Die wasserabweisende Filterlage kann je nach Modell innen oder außen angebracht sein.
Drei Filterlagen sorgen für sauberen Diesel. Die wasserabweisende Filterlage kann je nach Modell innen oder außen angebracht sein.
(Foto: Sogefi)
Diese sehr kleinen und in stabile Emulsionen eingebundenen Tröpfchen können Filtermedien einerseits zum Quellen bringen und dadurch die Filterdurchgangsleistung stark beeinträchtigen. Andererseits besteht nach Meinung von Sogefi die Gefahr von Eisbildung in den Kraftstoffleitungen und im Einspritzsystem. Der daraus resultierende Kraftstoffmangel kann zu gravierenden Schäden an der Einspritzanlage führen. Sogefi rät den Fahrzeugbesitzern, die Wasserstandsüberwachung zu beachten und den Kraftstofffilter regelmäßig zu entwässern. In Verbindung mit einer Kraftstoffvorwärmung und dem rechtzeitigen Einsatz von Winterdiesel könne der Fahrzeugbesitzer dann tiefen Temperaturen gelassen entgegensehen.

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