500 Kilometer Reichweite dank Range Extender
Mit voll geladener Batterie kommen Lastenesel oder Personentransporter theoretisch 56 Kilometer weit, ohne dass sich der Verbrennungsmotor zu Wort meldet. Wenn er letztendlich startet, dann arbeitet er lediglich als Stromlieferant für die Batterie: er treibt keine der beiden Achsen an. Die Räder des Fronttrieblers werden ausschließlich vom Elektromotor in Rotation versetzt. Insofern dient der Benzinmotor nur als „Range-Extender“, also Reichweitenverlängerer, ähnlich wie bei der entsprechenden Version des BMW i3. Der Aktionsradius weitet sich bei vollem Tank dann um weitere 440 Kilometer aus. Spätestens nach rund 500 Kilometern muss der Ford an die Tankstalle oder Steckdose. Den WLTP-Verbrauchswert der Plug-in-Modelle beziffert Ford beim Custom mit 2,7 l/100km und den für den Tourneo mit 3,1 l/100 km.
Apropos Steckdose: Hängt der Ford an der 230-Volt-Stromversorgung eines Haushalts, dann braucht es 4,3 Stunden, um die leere Batterie wieder aufzufüllen. Mit einem handelsüblichen Typ-2-Ladestecker geht es in 2,7 Stunden. Als Hybrid-Version haben Transit Custom und Turneo Custom nicht nur bei einzelnen Kunden gute Chancen. Es ist damit zu rechnen, dass sich vermehrt Flottenmanager bei Ford melden und detaillierte Angebote einholen. Denn die Wartungs- und Betriebskosten rangieren auf einem niedrigeren Niveau als die eines adäquaten Dieselmodells. Hinzu kommt: Mit dem ab 2020 verfügbaren „Geofencing-Modul“ wechselt der Wagen automatisch in den reinen Elektromodus, wenn er in eine Umweltzone oder einen individuell definierten Bereich einfährt.
Für kleine Flotten bis maximal fünf Fahrzeuge hält Ford künftig die pfiffige „Ford Pass Pro“-App bereit, mit der sich der Fuhrpark einfach überwachen und steuern lässt. Einsatzzeiten, Verbräuche, Inspektionstermine und Fahrprofile lassen sich überraschend einfach kontrollieren. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Modem an Bord, das in einigen Modellen serienmäßig verbaut ist. Weitere interessante Anwendungen für Fuhrparks werden im Rahmen der Konnektivität wohl schnell folgen.
Und die Preise? Der Transit Kastenwagen startet bei 33.855,50 Euro (inkl. Mehrwertsteuer). Mit dem 185 PS Dampfhammer müssen jedoch mindestens 44.327,50 Euro gelöhnt werden. Und für den Transit Custom mit Hybridantrieb sind wenigstens 57.114,05 Euro fällig. Wer auf einen rein elektrisch betriebenen Transit wartet, muss sich allerdings noch bis 2022 gedulden.
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