Ford: Kundenbindung einmal anders
Ford hat zusätzlich zur Faltrate zwei neue Kundenbindungsinstrumente eingeführt: Mit dem Econo-Check lernen Ford-Fahrer, sparsam zu fahren, mit der Payback-Aktion können Neuwagenkäufer jede Menge Punkte sammeln.
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Seit 2007 setzt Ford als Kundenbindungsinstrument Nummer eins auf die Flatrate und ist damit äußerst erfolgreich – etwa 70 Prozent der Neuwagenkäufer entscheiden sich für das Rundum-Sorglos-Paket.
Kürzlich hat der Kölner Hersteller zwei neue Kundenbindungsmaßnahmen vorgestellt, die seinen Partnern helfen sollen, mehr Neuwagen zu verkaufen und die Werkstätten besser auszulasten.
Eine originelle Maßnahme, die zugleich das Umweltengagement von Ford verdeutlichen soll, ist der neue „Econo-Check“. Der Hersteller will ihn im Juli einführen.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Die Besitzer eines Ford mit Schaltgetriebe ab Baujahr 1998 können einen Vertragshändler oder eine Vertragswerkstatt aufsuchen. „Die Servicemitarbeiter überprüfen zuerst alle verbrauchsrelevanten Bauteile und schließen dann den sogenannten Econo-Stick an die OBD-II-Schnittstelle des Fahrzeugs an“, erklärt Wolfgang Booms, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Kölner Ford-Werke.
Sieben Tage lang zeichnet der Stick verbrauchsrelevante Fahrdaten wie die Geschwindigkeit, die Motordrehzahl und die Kühlmitteltemperatur auf.
Nach einer Woche kann der Fahrer den Stick entweder vom Händler entfernen lassen oder ihn selbst an den Kölner Hersteller schicken.
Letzterer wertet sämtliche Daten aus und schickt dem Ford-Besitzer seinen individuellen Econo-Bericht zu. Dieser enthält neben einer Fahrstilanalyse Vorschläge, wie der Fahrer den Spritverbrauch senken kann.
Zudem informiert Ford den Fahrer darüber, wie viel Sprit er durch einen umweltfreundlicheren Fahrstil jährlich einsparen könnte. „Allein dank unserer Fahrempfehlungen lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 Prozent senken“, betont Booms.
Genauere Angaben darüber, wie viele Econo-Sticks Ford an seine Handelspartner verschicken will, machte der Ford-Geschäftsführer nicht. Das Interesse im Handel sei jedoch sehr groß, versicherte er. Den Kunden kostet der Econo-Check 29 Euro.
Bereits am 3. Mai haben Ford und Payback eine gemeinsame Vertriebsaktion gestartet. Die Unternehmen vergeben bis zum 31. August 2010 Payback-Punkte für den Kauf von Ford-Neuwagen.
275.000 Punkte für einen Ford Galaxy
Käufer eines neuen Ford Ka werden beispielsweise schon mit bis zu 100.000 Punkten belohnt. Mit 275.000 Punkten belohnen Ford und Payback die Käufer der neuen Ford-Modelle S-MAX oder Galaxy.
Der Kunde kann wie bei Payback üblich frei über die Verwendung der Punkte entscheiden – von Einkaufsgutscheinen bei Payback-Partnern über Prämien aus dem Prämienshop bis hin zum Einsatz der Punkte als Spende. Auch eine Barauszahlung ist möglich.
„Payback bietet die ideale Plattform, um unsere Kinetic-Design-Philosophie und die Fahrqualitäten unserer Modelle überzeugend zu kommunizieren“, erklärt Booms den Hintergrund der Vermarktungskooperation. „Wir freuen uns auf diese völlig neue Art, potenzielle Kunden anzusprechen. Neue Ford-Käufer belohnen wir mit einem einzigartigen Mehrwertpaket“, fügt Booms hinzu.
Laut Bernhard Brugger, Geschäftsführer von Payback, verfügen 60 Prozent aller deutschen Haushalte über eine Payback-Karte. Laut einer Emnid-Studie hat sich die Karte in den Geldbörsen ihren festen Platz erobert: Sie steckt gleich nach der EC- und der Krankenversicherungskarte auf Platz drei.
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