Ford-Rückrufe: Dreimal Fiesta

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Christoph Seyerlein

Eine Überhitzung des Glühkerzensteuerungsmoduls ist die größte der drei Aktionen beim Ford Fiesta. Bei einer kleinen Stückzahl muss außerdem die Gurtverankerung des Sicherheitsgurts nachgezogen und/oder der Hinterachskörper getauscht werden.

(Foto: Ford/ Friedrich Stark)

Ford bestellt bereits seit Sommer sein Volumenmodell Fiesta mit der Euro-5-Dieselmotorisierung in die Vertragswerkstätten ein. Grund ist eine mögliche Überhitzung des Glühkerzensteuerungsmoduls bei Fahrzeugen, die zwischen 1. Januar 2012 und 29. August 2013 das Werk Köln oder Valencia verlassen haben. „Das Glühkerzensteuerungsmodul kann aufgrund seiner Anordnung unten links im Motorraum durch feuchte Umgebungsbedingungen beeinträchtigt werden“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Dringe Wasser in das Bauteil ein, könne es überhitzen, was eine potenzielle Brandgefahr darstelle – auch nach Abstellen des Fahrzeugs. „Da das Glühkerzensteuerungsmodul permanent mit Strom versorgt wird, besteht auch das potenzielle Risiko eines Brandes für ein nicht beaufsichtigtes Auto“, so der Sprecher. Daher müsse in der Vertragswerkstatt ein neu entwickeltes wasserdichtes Glühkerzensteuerungsmodul eingebaut werden. Für die Abhilfemaßnahme sind knapp 15 Minuten eingeplant. In Deutschland geht es um 10.545 Einheiten.

Deutlich kleiner sind zwei weitere Fiesta-Rückrufe. Bei einigen Modellen wurde laut dem Sprecher die obere Schraube zur Gurtverankerung des Sicherheitsgurts auf der Beifahrerseite bei der Montage möglicherweise nicht korrekt festgezogen. Dadurch steigt die Verletzungsgefahr bei einem Unfall. „Der Ford-Händler zieht die Schraube mit dem korrekten Drehmoment von 40 Nm fest. Die Arbeitszeit wird mit 0,2 Stunden veranschlagt“, erklärte er. In Deutschland geht es um ganze neun Fahrzeuge, gebaut zwischen 22. Februar bis 30. August 2016.

Noch keine genaueren Infos hatte der Sprecher zur dritten Aktion. Im Kölner Werk wurden zwischen 5. und 22. Juli dieses Jahres 359 Modelle gefertigt, die an der Hinterachse fehlerhaft verschweißt wurden. Der Hinterachskörper muss daher nach unseren Informationen ausgetauscht werden. In Deutschland sind offenbar ca. 30 Modelle betroffen. Der interne Code für diese Aktion lautet „16S33“, für die Sicherheitsgurte „16S37“ und für das Glühkerzenmodul „16S09“.

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