Ford: Verkauf auf dem Bauernhof

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die erste Sondierungsreise fand im Wohnmobil statt, später reisten die Ford-Zonenleiter bei der Suche nach neuen Händlern im Sierra durch die neuen Bundesländer.

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Das Autohaus Angermann verkaufte die Fords anfangs in einem Bauernhof.
Das Autohaus Angermann verkaufte die Fords anfangs in einem Bauernhof.
(Foto: Angermann)

Vier Vertriebsmitarbeiter von Ford machten sich Ende 1989 in einem Wohnmobil auf die Reise nach Ostdeutschland, um sich ein Bild von der Region zu machen. Sie sollten dem neu ernannten Vertriebsdirektor für die Region Ost, Duncan Rooke, Bericht erstatten über die Potenziale für den Aufbau einer soliden Handelsorganisation. Dabei konnten sie aus dem Vollen schöpfen: Innerhalb kürzester Zeit lagen Ford stolze 3.000 Bewerbungen für einen Vertriebs- oder Servicevertrag vor. Eine Vielzahl der Händler, die ab 1990 zur Vertriebsorganisation stießen, hatten zu DDR-Zeiten schon Modelle der Marken Trabant, Wartburg, Dacia, Moskwitsch oder Lada verkauft.

Gesteuert wurde der Aufbau des Ford-Händlernetzes bis zur Eröffnung des Berliner Vertriebsbüros Ende 1990 aus Köln: Anfangs berieten sechs Zonenleiter die neuen Ford-Partner. Auf dem Gipfel des Verkaufserfolgs bestand das Ford-Vertriebsteam Ost aus 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst.