Tödlicher Unfall Ford zu Strafe von 1,7 Milliarden US-Dollar verurteilt

Von Julia Mauritz

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Ein US-Gericht hat acht Jahre nach einem tödlichen Überschlagsunfall mit dem Pick-up Ford F-250 eine Milliardenstrafe gegen den Hersteller verhängt. Der Grund: eine mangelhafte Dachkonstruktion. Der Autobauer will gegen das Urteil in Berufung gehen.

Vor acht Jahren war ein amerikanisches Ehepaar mit einem Ford F-250 Super Duty Pick-up tödlich verunglückt (im Foto ein jüngeres Modell). Jetzt soll der Hersteller den beiden Kindern eine Milliardensumme zahlen.(Bild:  James Lipman)
Vor acht Jahren war ein amerikanisches Ehepaar mit einem Ford F-250 Super Duty Pick-up tödlich verunglückt (im Foto ein jüngeres Modell). Jetzt soll der Hersteller den beiden Kindern eine Milliardensumme zahlen.
(Bild: James Lipman)

Im April 2014 war ein Ehepaar aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Giorgia in einem Ford F-250, Baujahr 2002, tödlich verunglückt. Jetzt hat ein Gericht in Gwinnett County den US-Hersteller amerikanischen Medienberichten zufolge nach einem mehrjährigen Zivilprozess zu einer Strafe von 1,7 Milliarden US-Dollar (rund 1,69 Milliarden Euro) verurteilt.

Angeklagt hatten Ford die beiden Kinder des tödlich verunglückten Ehepaars. Ihr Vorwurf: Die Dachkonstruktion des Pick-ups schütze die Insassen bei einem Überschlag nicht zur Genüge.

Der Anwalt der beiden Kläger, James Butler jr., hatte als Beweismittel knapp 80 ähnlich geahndete Unfälle mit Toten und Verletzten vorgebracht. Der Jurist warf dem US-Hersteller Verantwortungslosigkeit vor: Die Ingenieure von Ford hätten absichtlich Entscheidungen getroffen, die die Kunden gefährden. Mit der Klage wolle man Millionen von Fahrern des beliebten Pick-ups von Ford warnen, so die Kläger.

Die Anwälte des US-Herstellers hatten die Vorwürfe bereits kurz nach der Urteilsverkündung als haltlos bezeichnet. Mittlerweile hat Ford der Nachrichtenagentur AP zufolge angekündigt, in Berufung gehen zu wollen.

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