Fragen und Antworten zur neuen GVO

Redakteur: Christoph Baeuchle

Die EU-Kommission hat die neuen Kfz-GVO veröffentlicht. »kfz-betrieb« zeigt in einem Fragen- und Antworten-Katalog, wichtige Änderungen.

1. Worauf zielen die überarbeiteten Regeln ab?

Die EU-Kommission will mit den neuen Regeln der Intensität des Wettbewerbs auf den Märkten für den Vertrieb von Kraftfahrzeugen und Ersatzteilen sowie Serviceleistungen Rechnung getragen werden. Der neue Rechtsrahmen erstreckt sich auf Pkw, Lkw und Busse.

Die Märkte hat die EU wie folgt analysiert:

  • Beim Kfz-Vertrieb herrscht starker Wettbewerb. Die Regeln der Kfz-GVO 1400/2002 haben nach EU-Ansicht die Hersteller unnötig eingeengt und sie daran gehindert, ihre Vertriebssysteme ihren Vorstellungen entsprechend zu organisieren. Deshalb soll nach einer dreijährigen Übergangsfrist die allgemeine Vertikal-GVO gelten.
  • Im Aftersalesmarkt, dem so genannten Sekundärmarkt, ist der Wettbewerb aus EU-Sicht weniger intensiv. Damit drohen den Verbrauchern höhere Reparaturkosten. Instandsetzung und Wartung spielen für die Verbraucher nicht nur mit Blick auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit ihres Kraftfahrzeugs eine große Rolle, sondern auch mit Blick auf die Kosten. Auf die Instandsetzung entfallen laut EU 40 Prozent der Gesamtkosten der Fahrzeughaltung.

2. Wie stärkt die EU-Kommission den Wettbewerb für Instandsetzungs- und Wartungsdienstleistungen und auf den Märkten für Kraftfahrzeugersatzteile?

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