Freiburger Autohändler starten ihre 33. Automesse

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Die in der Automobilbranche viel diskutierte Digitalisierung beschäftigt auch die Freiburger Autohändler. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass Kunden und Interessenten künftig einen Porsche im Internet bestellen bzw. kaufen, ohne zuvor im Porsche-Zentrum Freiburg gewesen zu sein, antwortete Peter Kraft, Geschäftsführer vom Porsche-Zentrum Freiburg: „Damit müssen wir rechnen. Aber es macht lange nicht so viel Spaß wie eine Probefahrt.“

Timo Schwörer vom Volvo-Händler Kollinger bestätigt: „Die Kunden nehmen die digitalen Systeme an.“ VW/Audi-Händler Jürgen Dreger ergänzt: „Digitalisierung wird zwar derzeit überall großgeschrieben – aber die Händler sind deswegen nicht wegzudenken.“

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Diskutieren Branchenvertreter über die Digitalisierung, kommt zwangsläufig die Frage auf, wie es um die Zukunft des autonomen Fahrens bestellt ist. „Wenn Sie wollen, können Sie heute schon ohne einzugreifen mit einem Auto von Freiburg nach München fahren“, sagte Alexander Hildebrandt. Der Leiter des Produktmanagements bei BMW blickte in Freiburg in die Glaskugel. Gebremst werde das autonome Fahren zurzeit nicht von der Technik, sondern von der Gesetzgebung. Hildebrandt rechnet mit einer Klärung durch den Gesetzgeber innerhalb des nächsten Jahres. Bis der Fahrer während der Fahrt lesen oder fernsehen könne, vergehe noch einige Zeit.

Ob autonomes Fahren, Digitalisierung oder alternative Antriebe – Händler und Vertreter der Hersteller diskutierten beim Freiburger Autogespräch sehr vielschichtig über Zukunftsthemen der Automobilbranche. Einig waren sich aber alle, dass die „Automobil“ eine in Deutschland einzigartige Messe sei. „Allein die Tatsache, dass die Freiburger Händler gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Messe auf die Beine zu stellen, ist einzigartig“, sagte Ford- Geschäftsführer Kopplin. Das sei mit ein Grund, weshalb Ford seinen Freiburger Händler Ernst + König unterstütze.

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