Auto-Check: BMW i5 M60 xDrive Freude am Fahrenlassen

Von Jakob Schreiner 5 min Lesedauer

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Allein die Leistungsdaten der höchsten elektrischen Ausbaustufe der bayerischen Businesslimousine versprechen jede Menge Fahrspaß. Doch das eigentliche Highlight des Fünfers besteht aus einem anderen Feature als der reinen Fahrleistung.

Die bayerische Antwort auf E-Klasse und A6 sieht in der achten Generation richtig gut und nach waschechter Limousine aus.(Bild:  Jochen Schreiner)
Die bayerische Antwort auf E-Klasse und A6 sieht in der achten Generation richtig gut und nach waschechter Limousine aus.
(Bild: Jochen Schreiner)

Dieses Mal waren es keine brachialen Fahrleistungen, engen Kurven oder Beschleunigungsorgien, die den Puls bei unserer Testfahrt in einem BMW-M-Modell in die Höhe trieben. Ganz im Gegenteil – viel schneller als 135 km/h waren wir eigentlich nicht unterwegs. Es waren die Fahrerassistenzsysteme im neuen Fünfer, die ziemlich aufregend waren. Das hört sich furchtbar öde an. Bis man mal selbst mit einem Blick in den Seitenspiegel das Überholmanöver auf der dicht befahrenen A3 bei strömendem Regen und völliger Dunkelheit auslöst und der Fünfer wie von Geisterhand den Blinker links setzt und auf die linke Fahrspur wechselt. Ist das vorausfahrende Fahrzeug überholt, schert der Fünfer auch wieder völlig selbstständig ein. Nur der Blick in den Spiegel ist dafür wieder nötig. Der Spurwechsel mit dem Betätigen des Blinkerhebels ist weiterhin möglich, aber nicht mehr nötig. Theoretisch: Auf der dreispurigen Autobahn mussten wir den i5 regelmäßig manuell auf die ganz rechte Spur bitten, um nicht als Mittelspurschleicher zu enden.

Seine Hände bei all dem permanent im Schoß liegen zu haben, kostet dennoch einiges an Überwindung. Zumindest zu Beginn. Denn ist das Vertrauen erst einmal da, senkt sich der Puls wieder und der Lenkrad-Greif-Reflex wird mit jedem Mal schwächer. Die tadellose Arbeit des Autobahn- und Überholassistenten von BMW trägt viel dazu bei.