Friedrich Nagel übergibt ZKF-Präsidentenamt
Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik steht nun unter der Führung von Peter Börner. Er übernimmt ein gut bestelltes Haus: Die Geschäfte der Branche laufen derzeit gut.
Anbieter zum Thema
Der langjährige Präsident des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF), Friedrich Nagel, hat sein Amt an seinen designierten Nachfolger übergeben. Die Mitgliederversammlung des 63. ZKF-Bundesverbandstags wählte in Erfurt erwartungsgemäß den Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Peter Börner, der zugleich Vorstand der Eurogarant Autoservice AG ist.
Nagel hatte bereits vor Monten angekündigt, sich aus gesundheitlichen Gründen nach neunjähriger Amtszeit nicht wieder zur Wahl zu stellen. Als seinen Nachfolger schlug er der Mitgliederversammlung Börner vor, der einstimmig zum neuen ZKF-Präsidenten gewählt wurde. Als dessen Stellvertreter bestätigte die Versammlung die amtierenden Vizepräsidenten Ulrich Schäfer aus Ilsfeld sowie Claus Evels aus Münster.
„Zufriedenstellend bis gut sieht die derzeitige Wirtschaftssituation und die Auftragslage der Betriebe im Karosserie- und Fahrzeugbau aus“, erklärte Nagel in seiner Abschiedsrede. Sorgen bereiten ihm jedoch die starken Bestrebungen der Kfz-Versicherungswirtschaft, eine überschaubare Anzahl von Partnerwerkstätten zu vorgegebenen Preisen an den Versicherer zu binden, um dadurch die Schadensteuerung weiter voranzutreiben. Dies führe zwangsläufig zur Umverteilung von Aufträgen. Strukturveränderungen in den nächsten Jahren seien vorprogrammiert, warnte Nagel.
Meisterqualität sichert Bestand
Der neu gewählte ZKF-Präsident erläuterte am zweiten Tag des Bundesverbandstages den über 500 Teilnehmern seine Visionen für Verband und Berufsstand: „Wir müssen das traditionelle handwerkliche Solidargefühl verstärken, die Zeichen zukünftiger Anforderungen an die Mobilität erkennen und uns auf die Stärken handwerklicher Meisterqualität bei veränderten Methoden konzentrieren“, appellierte Börner an seine Kollegen.
Der Autofahrer erwarte als Werkstattkunde eine einwandfreie Qualität der abgelieferten Arbeit, bei der Reparatur eines Unfallschadens ebenso wie beim Aufbau oder Umbau eines Transporters oder Nutzfahrzeuges für den gewerblichen Einsatz. „Die Qualität muss stimmen“, so Börner. Gerade sie werde durch die handwerklichen Unternehmen im ZKF garantiert. Auf Kontinuität setzt Börner hinsichtlich der unter Nagel begonnenen Zusammenarbeit mit dem ZDK. Die enge Verbindung der Verbände werde unter seiner Präsidentschaft fortgeführt.
Rede des ZDK-Vizepräsidenten
Ausdruck der Partnerschaft war die Rede von Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, vor der ZKF-Bundesversammlung. Hülsdonk betonte, dass die beiden Verbände in den letzten Jahren zunehmend Synergieeffekte genutzt und sich auf die jeweiligen Kernkompetenzen konzentriert hätten. Gerade die Themen Elektronik und Elektromobilität würden die Notwendigkeit vor Augen führen zu kooperieren, um qualifizierte Fachkräfte der Werkstätten zu schulen und auf die Zukunft vorzubereiten, so Hülsdonk.
(ID:377130)