Servicegeschäft Fünf Jahre Boom – und jetzt?

Von Jakob Schreiner 11 min Lesedauer

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Seit 2020 haben sich die Vorlaufzeiten mehr als verdoppelt, auch die Auslastungskurve kannte nur eine Richtung. 2025 hat diese Entwicklung ein Ende. Eine exklusive Auswertung der BIX-Daten der vergangenen fünf Jahre liefert Antworten – und zeigt, vor welchen Herausforderungen Kfz-Betriebe künftig stehen.

Seit 2020 ging es mit dem Servicegeschäft steil nach oben. 2025 hat diese Entwicklung ein Ende. Ein Fünfjahresrückblick zeigt, wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht.(Bild:  Schreiner – VCG)
Seit 2020 ging es mit dem Servicegeschäft steil nach oben. 2025 hat diese Entwicklung ein Ende. Ein Fünfjahresrückblick zeigt, wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht.
(Bild: Schreiner – VCG)

Ein Plus von mehr als 110 Prozent in nicht mal fünf Jahren – so stark sind die Wartezeiten für einen Werkstatttermin seit 2020 gestiegen. Zwei Wochen Vorlauf sind heute Standard, wo früher eine Woche reichte. Doch 2025 zeichnet sich eine Trendwende ab: Die Auslastung sinkt wieder im Vergleich zum Vorjahr, die Vorlaufzeiten stabilisieren sich. Das geht aus einer detaillierten Auswertung der Daten des monatlichen Branchenindex (BIX) der vergangenen fünf Jahre hervor.

Bei den Vertragspartnern liegt die Werkstattauslastung 2025 bislang bei 91,2 Prozent (2024: 92,8 Prozent) – ein Rückgang um 1,6 Prozentpunkte. Die Vorlaufzeiten betragen 13,7 Tage (2024: 14,1 Tage). Die freien Werkstätten verzeichnen eine Auslastung von 88,2 Prozent (2024: 89,3 Prozent) bei Vorlaufzeiten von 13,6 Tagen (2024: 13,3 Tage). Der minimale Anstieg um 0,3 Tage steht in krassem Gegensatz zu den Vorjahren: 2024 waren es noch plus 3,13 Tage, 2023 plus 2,60 Tage. Die Vorlaufzeiten beziehen sich bei der Befragung übrigens auf nicht dringende Termine wie Inspektionen, die gerne weiter nach hinten geschoben werden. Entscheidend ist die Vergleichbarkeit durch die monatliche BIX-Befragung des Panels – und die zeigt valide Trends.