Tesla Fuhrparkmanager wenden sich von Tesla ab

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Das Gewerbekundengeschäft wird den Absatz von Tesla in Deutschland derzeit nicht retten. Traditionell stehen die Fuhrparkmanager der US-Marke reserviert gegenüber. In den letzten Monaten hat sich diese Einstellung laut dem DAT-Barometer verfestigt.

Bei Tesla geht derzeit nicht viel: Die Zulassungszahlen stürzen ab.(Bild:  Grimm – VCG)
Bei Tesla geht derzeit nicht viel: Die Zulassungszahlen stürzen ab.
(Bild: Grimm – VCG)

Die gewerblichen Kunden haben einen wesentlichen Anteil daran, dass die Neuzulassungen von Tesla in Deutschland auf Talfahrt sind. Zwar waren die E-Modelle aus den USA noch nie richtig beliebt bei den deutschen Fuhrparkleitern, doch als reichweitenstarke E-Autos noch Mangelware waren, gaben viele dem Wunsch aus der Belegschaft nach. Damit scheint nun Schluss zu sein.

Rund 35 Prozent der deutschen Flottenmanager überdenken aufgrund des Unternehmenschefs grundsätzlich die Beschaffung von Fahrzeugen der Marke, wie eine Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand („DAT-Barometer“) ergeben hat. 8 Prozent der Befragten geben an, dass Dienstwagenberechtigte in ihrem Unternehmen ihren Tesla zurückgeben möchten.

Die nackten Zahlen bestätigen diese Einschätzung bereits. Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der gewerblichen Tesla-Zulassungen deutlich zurückgegangen: von 24.500 auf 14.200 Einheiten (- 42 %). In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 stürzten die gewerblichen Tesla-Zulassungen um 68 Prozent ab. Beide Zahlen stehen allerdings im Einklang mit der Gesamtentwicklung der Marke.

Allerdings geben die Fuhrparkmanager mehrheitlich an (58 %), dass sie sich bei der Entscheidung für oder gegen Tesla-Fahrzeuge nicht von der Person Elon Musk beeinflussen ließen. Tatsächlich gibt es immer wieder generelle Vorbehalte gegen die Aufnahme von Tesla in die Car Policies. Da ist einerseits die teils unkalkulierbare Preis- und Ausstattungspolitik, die kalkulierte Restwerte oft Makulatur werden lässt. Auch das weitmaschige Servicenetz und der damit verbundene Aufwand im Schadenfall macht die Beschaffung von Teslas für die Flottenmanager unattraktiv.

Gleichzeitig wächst das Angebot an E-Fahrzeugen deutlich, auch von chinesischen Herstellern. Aktuell können sich 43 Prozent aller Fuhrparkleiter vorstellen, dass solche Fahrzeuge Eingang in ihre Flotte finden könnten. 42 Prozent können sich BYD, Xpeng und Co derzeit nicht vorstellen. 8 Prozent haben bereits chinesische Fahrzeuge im Fuhrpark.

Generell ist die Bereitschaft, ein BEV zu fahren, in Fuhrparks höher als bei privaten Endverbrauchern. Laut dem DAT-Barometer liegt das insbesondere an den steuerlichen Vergünstigungen zur Anschaffung von BEV-Modellen (und auch PHEV-Fahrzeugen). Unter dem Strich war der BEV-Anteil an den gewerblichen Neuzulassungen im Vorjahr schrittweise gestiegen.

Auto-Abos galten eine Zeit lang als Türöffner für die E-Mobilität und als Ansatz für eine flexible Steuerung des Fahrzeugbedarfs. Doch die Fuhrparkmanager nutzen die Abo-Angebote eher selten. Nur in 14 Prozent der Unternehmen nutzen die Dienstwagenberechtigten derzeit ein Abo. Bei deutlich über 80 Prozent der befragten Fuhrparkleiter ist das nicht der Fall. Mit der Thematik Auto-Abo auseinandergesetzt haben sich allerdings die meisten Fuhrparkmanager (71 %).

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