CNG-Prüfung GAP-Konklave

Von Steffen Dominsky 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Plötzlich akzeptieren Überwachungsorganisationen sie nicht mehr: die Gasanlagenprüfung (GAP) im Vorfeld einer HU. Grund dafür war eine geheime Entscheidung des sogenannten AKE. Eine Entscheidung, die jetzt das Bundesverkehrsministerium auf den Plan rief.

Bei jeder GAP die CNG-Tanks ausbauen? Diese absurde Forderung stellt seit Januar der sogenannte AKE – etliche Überwachungsorganisationen setzten diese um.(Bild:  Rosenow – VCG)
Bei jeder GAP die CNG-Tanks ausbauen? Diese absurde Forderung stellt seit Januar der sogenannte AKE – etliche Überwachungsorganisationen setzten diese um.
(Bild: Rosenow – VCG)

Eigentlich ist sie das Instrument von Theaterautoren: die Posse. Doch immer wieder schaffen es auch Menschen und Institutionen aus dem Nichtunterhaltungsbereich, bühnenreife und wahrlich groteske Stücke aufzuführen. Solche wie im Fall der Gasanlagenprüfung (GAP) der „Arbeitskreis Erfahrungsaustausch in der technischen Fahrzeugüberwachung“ (AKE). Dieser hat die Aufgabe, die Hauptuntersuchung (HU) zu verbessern – einfach ausgedrückt. Der AKE setzt sich zusammen aus Vertretern der Überwachungsorganisationen (ÜOs), der „Zentralen Stelle“ (FSD GmbH), dem Bundesverkehrsministerium und den obersten Landesbehörden (Verkehrsministerien der Länder). Leider geht der Arbeitskreis mit dem, was er erarbeitet, ähnlich transparent um wie die katholische Kirche mit Missbrauchsfällen – hier dringt nichts außen, schon gar nicht an direkt Betroffene.

Zu Letzteren zählen im aktuellen Fall die geschätzt noch verbliebenen 75.000 Halter und Halterinnen eines Fahrzeugs mit Erdgasantrieb sowie die rund 2.000 Kfz-Betriebe mit GSP/GAP-Anerkennung in diesem Land. Beide Gruppen staunten in den letzten Wochen und Monaten nicht schlecht. Schließlich hatte man sie ahnungslos gelassen. Ahnungslos darüber, welche Konsequenzen das hat, was der AKE bei seinem letzten Konvent beschlossen hatte. Nämlich die Konsequenz, dass man Besitzern eines CNG-Fahrzeugs seit Januar die HU-Plakette verweigerte.