Gebrauchte Motorräder stehen hoch im Kurs
Im Gegensatz zu gebrauchten Pkw sind Motorräder erheblich wertstabiler, wie eine Schwacke-Analyse zeigt. Restwert-Champion ist die Harley Davidson Street Glide.
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Zum Frühlingsstart hat Schwacke den Markt für Gebrauchtmotorräder analysiert. Fast 500 Motorräder von 125 bis 2.300 Kubikzentimeter überprüften die Datenexperten hinsichtlich Ein- und Verkaufswerten sowie des Restwertverlaufs. Das Ergebnis ist bemerkenswert, denn im Gegensatz zum Gebraucht-Pkw-Markt zeigen sich Motorräder in der Regel erheblich wertstabiler. Das liegt zum einen an den deutlich geringeren Laufleistungen als bei den Pkw, ist allerdings auch unmittelbar auf das Marktverhalten bei neuen Motorrädern zurückzuführen.
Den Angaben zufolge liegt die US-Kultmarke Harley-Davidson bei den zweijährigen Motorrädern mit 18 (!) Modellen an der Spitze des Restwert-Rankings, bevor ein Motorrad von BMW (R 1200 GS Adventure Triple Back) die amerikanische Phalanx durchbrechen kann. Ähnlich verhält es sich auch in der Marktübersicht der dreijährigen Modelle. Mit Ausnahme der BMW R 1200 GS Adventure und der R 1200 GS werden die 25 restwertstabilsten Motorräder ausschließlich von der Marke aus Milwaukee geliefert.
Neben der starken Nachfrage der Kunden sieht Andreas Lotz, Zweirad-Analyst bei Schwacke, in erster Linie die sehr zurückhaltende Rabattpolitik von Harley-Davidson als Ursache für die Werthaltigkeit der gesamten Produktpalette. Bei den restwertschwächsten Motorrädern fänden sich hingegen vorrangig Modelle, bei denen durch Abverkäufe von Lagerfahrzeugen und sonstige Verkaufsaktionen bereits bei den Neuzulassungen die Preise unter Druck gesetzt wurden.
Neben Harley-Davidson und BMW zeigen sich in der Schwacke-Analyse zwei europäische Traditionsmarken als besonders wertbeständig: Modelle von Triumph und Ducati weisen ebenfalls überdurchschnittliche Restwerte aus.
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