E-Auto-Förderung Gebrauchten Elektroautos droht weiterer Preisabschlag

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das Angebot an gebrauchten Elektroautos ist noch überschaubar, die Nachfrage trotz günstiger Preise ebenfalls. Durch die neuerliche E-Auto-Prämie drohen weitere Belastungen, warnt die DAT.

Gebrauchte E-Autos gibt es zwar immer mehr, doch ihr Marktanteil ist noch gering. Durch die neue E-Förderung dürften die Preise für gebrauchte E-Modelle unter Druck geraten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Gebrauchte E-Autos gibt es zwar immer mehr, doch ihr Marktanteil ist noch gering. Durch die neue E-Förderung dürften die Preise für gebrauchte E-Modelle unter Druck geraten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Gebrauchte Elektroautos sind selten und sehr viel billiger als neue. 2025 machten sie nur 3,6 Prozent der Besitzumschreibungen in Deutschland aus, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Damit ist ihr Marktanteil im Vergleich zu 2024 zwar um rund ein Drittel gestiegen, bleibt aber weiter niedrig.

Zum Vergleich: Unter Neuwagen machten reine Stromer (BEVs) vergangenes Jahr fast ein Fünftel aus. Dabei ist der wichtigste Vorteil von Gebrauchtwagen – dass sie deutlich billiger als Neuwagen sind – bei Stromern besonders ausgeprägt und könnte bald noch weiter steigen.

Restwerte der E-Autos liegen unter Verbrenner-Niveau

Verglichen mit ihren Neupreisen sind gebrauchte Elektroautos schon jetzt sehr viel günstiger als Verbrenner. Das zeigen Zahlen des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) zur Restwertquote. Die liegt bei BEVs – Stand Dezember – bei 49 Prozent. Wer beim Händler einen drei Jahre alten Stromer kauft, zahlt im Schnitt also nicht einmal die Hälfte des Listenneupreises. Das ist viel weniger als bei Dieseln oder Benzinern, die zuletzt Restwerte von 61,1 Prozent beziehungsweise 62,7 Prozent hatten.

Obwohl gebrauchte Stromer selten sind, reicht die Nachfrage also offenbar nicht aus, um ein ähnliches Restwertniveau wie bei Verbrennern zu erzeugen. Inzwischen gibt es rund zwei Millionen reine Elektroautos auf deutschen Straßen. Das sind grob vier Prozent des Pkw-Bestands.

Förderung wird auf die Preise drücken

Und gebrauchte Stromer könnten durch die neue Elektroautoförderung des Bundes noch billiger werden. Zwar gibt es für sie keine eigene Förderung, wie bereits von verschiedenen Seiten kritisiert wurde. Einen Effekt wird sie aber wohl dennoch haben. Wenn Neuwagen deutlich billiger werden, verschiebt das erfahrungsgemäß auch das Preisgefüge bei den Gebrauchten, wie ein DAT-Sprecher bestätigt.

Der Effekt dahinter ist folgender: Wer gebraucht kauft, tut dies in der Regel, um Geld zu sparen. Werden Neuwagen billiger, schrumpft der Preisunterschied und damit der Anreiz, zum Gebrauchten zu greifen. Das drückt wiederum auf die Gebrauchtpreise, bis der Preisunterschied wieder groß genug ist, dass sich genügend Käufer finden.

Für die Kaufwilligen sind das günstige Aussichten – für Privatverkäufer, vor allem aber für Händler und Leasinggesellschaften, die sich wegen den Standkosten schnell von den Autos trennen müssen, verschlechtert sich die Situation zunächst.

PDF-Download: Fragen und Antworten zur E-Auto-Förderung

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