Ersatzverglasung Gefahr von beiden Seiten

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 5 min Lesedauer

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Der größte Feind des Klebens sind Verunreinigungen, und die können bei der Ersatzverglasung sowohl am Glas als auch am Scheibenrahmen auftreten. »kfz-betrieb« hat beim Klebstoffhersteller Henkel nach konkreten Gefahren und Abhilfen gefragt.

In der Werkstatt kennt man den Herstellungsprozess der Ersatzfrontscheibe nicht. Deshalb empfiehlt es sich, so zu arbeiten, als wäre die Scheibe mit Silikon und anderen Verunreinigungen kontaminiert.(Bild:  Henkel)
In der Werkstatt kennt man den Herstellungsprozess der Ersatzfrontscheibe nicht. Deshalb empfiehlt es sich, so zu arbeiten, als wäre die Scheibe mit Silikon und anderen Verunreinigungen kontaminiert.
(Bild: Henkel)

Während einer früheren Recherche zum Thema Ersatzverglasung formulierte ein Klebeexperte: „Wer nicht reinigt, sollte nicht kleben.“ Diese Aussage ist heute relevanter denn je. Die Zahl der Verklebungen ab Werk hat stark zugenommen, folglich wird auch im Reparaturfall häufiger als früher geklebt.

Denkt man an Ursachen für Haftungs-, Dichtungs- und Geräuschprobleme bei der Ersatzverglasung, steht traditionell die Silikonkontaminierung der neuen Scheibe ganz oben auf der gedanklichen Liste. Betroffen sind vor allem Frontscheiben, denn die Silikonkontaminierung resultiert in der Regel aus einem der beiden Herstellungsprozesse von Verbundglasscheiben.