Gefahren beim Autokauf im Internet vorbeugen

Autor / Redakteur: Silvia Lulei / Silvia Lulei

75 Prozent der Autofahrer informieren sich vor dem Autokauf im Internet über mögliche Gefahren. Das ergab eine Umfrage.

Die Initiative informiert seit fünf Jahren über Betrugsmethoden beim Online-Fahrzeugkauf.
Die Initiative informiert seit fünf Jahren über Betrugsmethoden beim Online-Fahrzeugkauf.
(Foto: Sicherer-Autokauf.de)

Wer heute ein gebrauchtes Auto kaufen will, lässt sich kaum die Katze im Sack andrehen, denn: 75 Prozent der Autofahrer informieren sich vor dem Autokauf im Internet über mögliche Gefahren. Das ergab eine bundesweite repräsentative Umfrage im Auftrag der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ (ISAK) unter 1.020 Autofahrern.

Mehr als die Hälfte der deutschen Autofahrer (56 Prozent) hat keine Bedenken, im Internet ein Fahrzeug zu suchen oder anzubieten. Knapp ein Viertel (24 Prozent) ist hingegen auf der Hut. Die größte Sorge dabei ist, dass ein Auto versteckte Mängel haben könnte, die im Inserat verschwiegen wurden (87 Prozent). Die Skepsis, dass das Auto manipuliert worden sein und das Misstrauen, dass es sich um ein Scheinangebot handeln könnte, folgen mit 81 und 65 Prozent auf Platz zwei und drei.

„Wenn man wachsam ist und die einzelnen Angebote genau überprüft, ist der Autokauf im Internet grundsätzlich als sicher einzuschätzen. Die meisten Betrugsmethoden haben Hinweise, bei denen man hellhörig werden sollte, zum Beispiel bei Treuhandservice oder Vorkasse“, sagt Ulrich May, Sprecher der Initiative und Leiter der Juristischen Zentrale des ADAC.

Erfahrungsaustausch bietet Schutz

Gut jeder dritte Deutsche (37 Prozent) hat bereits mindestens einmal ein Fahrzeug über ein Online-Portal gekauft oder angeboten. 21 Prozent dieser Käufer beziehungsweise Verkäufer sind dabei der Meinung, mit einem möglichen Betrugsversuch in Kontakt gekommen zu sein. In erster Linie waren die Betrugsmethoden „Vorkasse mittels Bargeldtransfer“ und „Kontakt mit einer ausländischen Vermittlungsfirma“ Gründe für diese Einschätzung. Die gängigste Methode ist die „Vorkasse mittels Bargeldtransfer“. Aufmerksame Autokäufer wissen jedoch, dass diese Zahlungsabwicklung für den Online-Autohandel nicht geeignet ist. „Wenn Interessenten auf ein solch dubioses Inserat stoßen, sollten sie das Online-Portal informieren, um andere User zu schützen“, sagt May. Diese Ansicht vertreten mehr als zwei Drittel der Deutschen: 67 Prozent würden einen Betrugsversuch umgehend dem Online-Portal melden. Das ist auch das Ziel der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“: Nutzer von Online-Autobörsen für Sicherheitsfragen rund um den Autokauf und Autoverkauf im Netz zu sensibilisieren, umfassend zu informieren und konkrete Hilfestellung zu geben.

Aufklärungsarbeit weiterhin gefragt

Über ein Viertel der Befragten (27 Prozent) fühlt sich gut bis sehr gut darüber informiert, welche Betrugsmethoden es gibt und wie man im Fall der Fälle reagieren sollte. Diesen Anteil möchte die ISAK ausbauen, indem sie das Informationsangebot unter www.sicherer-autokauf.de kontinuierlich erweitert.

Die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ wurde Anfang 2007 von den Internet-Fahrzeugmärkten Autoscout 24 und Mobile.de zusammen mit dem ADAC ins Leben gerufen. Im März 2008 schloss sich die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes als weiterer Partner an.

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