Gefahren: Hyundai i30 N – Korea-Knaller

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Eben diese Version war unser Testfahrzeug. Und was soll man zum Fahreindruck mehr schreiben als: das Ding macht verdammt viel Spaß. Der i30 N lenkt sich leichtgängig und präzise, die kurzen Schaltwege machen den Gangwechsel im wahrsten Sinne des Wortes zur Fingerübung. Die Sportsitze bieten dazu guten Seitenhalt, taugen aber auch als bequemes Reisegestühl.

Per Knopfdruck sind verschiedene Fahrmodi wählbar. In der Normaleinstellung lässt sich der i30 N sehr zivil bewegen, ruft aber die komplette Leistung ab und hat somit ordentlich Druck, sodass man sich sowohl auf kurviger Strecke als auch auf der linken Autobahnspur wohlfühlen kann.

Schaltet man in den N-Modus, entfesselt man das Biest. Der Kompaktsportler reagiert plötzlich direkter auf den Gasfuß und wird laut. Der Klappenauspuff macht auf, im Leerlauf grummelt es, beim Gas geben röhrt es, nimmt man das Gas weg, bollert und knallt es: Der i30 N ist plötzlich ganz Sportwagen. Hinzu kommt das nun brettharte Fahrwerk. Für den Alltag ist dieser Modus nicht gedacht – allenfalls kann man so mal kurz den Nachbarn ärgern.

Um (nicht nur) auf der Rennstrecke für mehr Spaß und bessere Kontrollierbarkeit zu sorgen, hat der i30 N einige technische Helfer an Bord. So passt die „Rev Matching“-Funktion beim Herunterschalten automatisch das Drehzahlniveau des Motors per Zwischengas an die Geschwindigkeit der Getriebeeingangswelle an und ermöglicht so schnellere Gangwechsel. Beim zügigen Losfahren unterstützt die serienmäßige „Launch Control“. Die Funktion verhindert bei voller Beschleunigung aus dem Stand Schlupf und durchdrehende Räder und ermöglicht so einen Start wie im Rennwagen.

Versierte Fahrer können all diese Funktionen abschalten. Und nicht nur das: Ob Dämpfung, Lenkung, Motor und Hilfen wie das Sperrdifferenzial oder das ESP: Viele Parameter lassen sich individuell nach den eigenen Vorlieben konfigurieren. Laut Klaus Köster sind insgesamt 1.944 verschiedene Kombinationen möglich.

Hyundai i30 N: Der Korea-Knaller
Bildergalerie mit 19 Bildern

Auf der Optionsliste steht unter anderem ein Panorama-Schiebedach (1.100 Euro), ein Komfortpaket mit elektrisch verstellbaren Teilledersitzen inklusive Memory-Funktion, bei Rückwärtsfahrt absinkenden Außenspiegeln und wärmegedämmter Frontscheibe. Für 750 Euro gibt es ein Radio-Navigationssystem mit Acht-Zoll-Touchscreen inklusive Apple Carplay und Android Auto sowie der Möglichkeit, sich diverse Fahrdaten im Display anzeigen zu lassen.

Zubehör für die Rennstrecke ab Januar 2018

Für den i30 N Performance können sportliche Fahrer für 180 Euro eine zusätzliche Versteifung im Gepäckraum bestellen. Wer mit dem Auto häufiger auf die Rennstrecke möchte, findet im Zubehörprogramm ab Januar 2018 zudem Recaro-Schalensitze (3.100 Euro), extraleichte Felgen mit Semislicks und Motorsport-Radmuttern (3.349 Euro), Rennbremsbeläge (349 Euro pro Achse) und einen verstellbaren Hinterachs-Stabilisator (289 Euro) zum Nachrüsten.

Eine Ausweitung der N-Linie ist angedacht, wenngleich sich die Hyundai-Verantwortlichen noch sehr bedeckt halten, welches Modell als nächstes kommen könnte. Am wahrscheinlichsten ist, dass Hyundai zunächst auch den i30 Fastback als N-Version anbietet, da es diesen auf anderen Märkten ohnehin auch als Sportler geben wird.

(ID:44992361)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«