Gefahren: Kia Carens – schön gemacht

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Für den Antrieb stehen in Deutschland zwei Benzindirekteinspritzer und ein Diesel zur Auswahl. Einstiegsmodell ist der 1.6 GDI mit 99kW/135 PS. Der kleine Benziner verbraucht im kombinierten Normzyklus 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer und stößt dabei dem Datenblatt zufolge 159 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Mit Start-Stopp-System, das ab der dritthöchsten Ausstattungsvariante „Vision“ zur Serienausstattung gehört, sinkt der Verbrauch auf 6,4 Liter pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 149 g/km). Mehr Power bietet der Zwei-Liter-Benziner. Er leistet 122 kW/166 PS und verbraucht 7,3 Liter beziehungsweise mit Start-Stopp-System 7,2 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 169 g/km bzw. 166 g/km).

Alternativ ist der Carens mit einem 100 kW/136 PS starken 1,7-Liter-Dieselmotor bestellbar. Der genügsame Selbstzünder verbraucht 5,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer und kommt dabei auf einen CO2-Ausstoß von 132 Gramm pro Kilometer. Das Start-Stopp-System senkt den Normverbrauch auf 4,8 Liter (CO2-Ausstoß: 127 g/km). Kia geht davon aus, dass sich 40 Prozent der deutschen Carens-Käufer für den Diesel entscheiden werden.

Sowohl mit dem Selbstzünder als auch mit dem großen Benziner ist der Carens durchaus ausreichend motorisiert unterwegs. Der 1.6 GDI hat dagegen bereits ohne Passagiere bisweilen seine Mühe mit dem rund 1.400 Kilogramm schweren Familienauto. Dies dürfte bei voller Besetzung in der siebensitzigen Variante noch deutlicher zu spüren sein. Und vor allem zu hören: Bei steigender Drehzahl kann es im ansonsten recht ruhigen Carens ein bisschen lauter werden.

Gute Sicht nach vorn

Die Sicht nach vorn ist dank der großen Frontscheibe und der in die A-Säule integrierten Seitenfenster sehr gut. Nach hinten muss man jedoch aufgrund der nach oben gezogenen Seitenlinie Abstriche bei der Sicht in Kauf nehmen. Ab der dritthöchsten Ausstattungsvariante „Vision“ kann man jedoch mit einer Rückfahrkamera Abhilfe schaffen, die sowohl mit dem Sieben-Zoll-Navigationssystem als auch mit dem günstigeren Touchscreen-Radio kombiniert werden kann.

Die Preisliste des Carens beginnt bei 19.990 Euro. Die deutsche Konkurrenz ist da teurer. Ein Touran kostet mindestens 22.250 Euro, der Opel Zafira schlägt sogar mit 23.250 Euro zu Buche und beim Ford Grand C-Max beginnt die Preisliste bei 20.250 Euro.

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Für den Einstiegspreis gibt es die Ausstattungslinie „Attract“, die unter anderem bereits eine Klimaanlage, ein CD-Radio, das Multifunktionslenkrad sowie einen Tempomaten beinhaltet. Ab 21.490 Euro ist die Ausstattungslinie „Edition 7“ mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfern, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Dämmerungssensor und Parksensoren hinten erhältlich.

In der Version „Vision“ – ab 23.590 Euro – gehören unter anderem zur Serienausstattung: Zwei-Zonen-Klimaautomatik, CD-Radio mit TFT-Display, Rückfahrkamera, Regensensor, Dachreling, Sitzheizung vorn, Innenraumspiegel und Tabletts an den Sitzrückenlehnen. Die Top-Version „Spirit“ kommt mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Smart-Key-System mit Startknopf, Sieben-Zoll-Navigationssystem, einer externen Endstufe mit Subwoofer für das Audiosystem, Parksensoren vorn und LED-Rückleuchten. So ausgestattet kostet der Carens mindestens 25.990 Euro.

All diese Preise gelten für den Fünfsitzer mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor. Die dritte Sitzreihe gibt es für 750 Euro mehr, der Zwei-Liter-Benziner kostet 1.500 Euro Aufpreis, für weitere 1.000 Euro mehr ist der Diesel erhältlich und 1.250 Euro kostet das Automatikgetriebe, das für den Selbstzünder und den großen Benziner bestellbar ist.

Der Carens ist noch bis Juni mit Kias 777-Angebot erhältlich, das neben sieben Jahren Garantie auch sieben Jahre Kartenupdates für ein eventuell verbautes Navigationssystem sowie sieben Jahre Wartung mit einschließt. Für alle anderen Modelle ist diese Aktion derzeit noch bis Ende März befristet.

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