Gefahren: Kia Optima Hybrid – Korea-Premiere

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Auch das Start-Stopp-System ISG ist an Bord und hilft beim Sparen, ebenso wie aerodynamische Veränderungen. Mit neuen Stoßfängern, speziellen Schwellerschürzen, Leichtmetallfelgen mit besonders geringem Luftwiderstand, Unterboden-Verkleidungen, einem Heckspoiler sowie einem Kühlergrill mit aktiver Luftklappe, die sich bei höheren Geschwindigkeiten schließt, erreichten die Kia-Entwickler einen cW-Wert von 0,26. Der herkömmliche Optima kommt dagegen auf einen Wert von 0,29.

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Zur Reduzierung von Verbrauch und Emissionen trägt darüber hinaus die so genannte „Active-Eco“-Funktion bei, die per Taste am Lenkrad eingeschaltet wird und in jeder Fahrsituation automatisch die ökonomischste Fahrstufe des Getriebes wählt. Die Hybridvariante erreicht mit all diesen Maßnahmen einen Normverbrauch von 5,4 Litern Benzin und eine CO2-Emission von 125 Gramm pro Kilometer.

Blätter und Blüten wachsen lassen

Da ein großes Spritsparpotenzial jedoch auch im Gasfuß des Fahrers sitzt, greift Kia zu einem Trick. Der Optima verfügt über eine hochauflösende, so genannte Supervision-Instrumenteneinheit mit einem 4,6 Zoll großen LCD-Display. Dort wird ein Ast angezeigt, dem Blätter und Blüten wachsen, je länger man sparsam unterwegs ist. Das motiviert: So macht sparen tatsächlich Spaß. Alternativ lassen sich dort Informationen zum Hybrid-Antrieb oder auch die Informationen des Bordcomputers anzeigen.

„Wir wollten nicht den grünen Champion entwickeln“, sagt Oeyen. Stattdessen sei es darum gegangen, einen Kompromiss zwischen Sparsamkeit und guten Fahrleistungen zu entwickeln. Letztere sind zwar nicht unbedingt als sportlich zu bezeichnen, dennoch fühlt man sich im Optima Hybrid nicht untermotorisiert. Auch bei höheren Geschwindigkeiten bietet der Optima ausreichend Reserven für einen kurzen Sprint, zum Beispiel zum Überholen. In Zahlen: Die Limousine braucht 9,4 Sekunden, um aus dem Stand auf Tempo 100 zu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 192 Kilometer pro Stunde.

Dabei ist der Optima weniger sportlich abgestimmt als sein Aussehen vermuten lässt und entpuppt sich in Kombination mit den bequemen Sitzen als durchaus angenehme Reiselimousine. Was den Platz im Innenraum angeht, gibt es in der Hybrid-Variante keine Unterschiede zum herkömmlich angetriebenen Optima: Vorne ist ausreichend Platz vorhanden, auf der Rückbank wird es für große Mitfahrer schon mal eng. Eingeschränkt ist dagegen der Gepäckraum. Da dort die Batterie untergebracht ist, schrumpft das Gepäckabteil auf 381 Liter. In der herkömmlichen Variante ist dagegen Platz für 505 Liter.

Weitere Hybridmodelle geplant

Weitere Hybridmodelle sollen bei Kia folgen. Über die genauen Pläne verraten die Verantwortlichen jedoch noch nichts. „Wir werden in jeder Modellreihe auch eine Hybridversion anbieten. Allerdings erst, wenn der Markt danach verlangt“, sagte van Vugt. Fest steht jedoch laut Benny Oeyen, dass Kia 2014 ein Elektroauto auf den Markt bringen wird. Es soll auf Basis der neuen Generation des Kia Soul entstehen.

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