Gefahren: Kia Optima Hybrid – Korea-Premiere

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Anfang 2013 bringt Kia seine D-Segment-Limousine auch mit Hybrid-Antrieb nach Europa. Der Optima Hybrid soll das technische Know-how der Koreaner zeigen – und das für 29.990 Euro.

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Der Kia Optima Hybrid ist ab Anfang 2013 für mindestens 29.990 Euro erhältlich.
Der Kia Optima Hybrid ist ab Anfang 2013 für mindestens 29.990 Euro erhältlich.
(Foto: Kia)

Der Kia Optima Hybrid ist ein deutliches Zeichen aus Korea. „Wir können das auch“, lautet die Botschaft, die hinter der Einführung der neuen Antriebsvariante in der D-Segment-Limousine steckt. Das Auto ist auf dem europäischen Markt in zweierlei Hinsicht ein Vorreiter: Einerseits ist der Optima das erste Hybrid-Modell einer koreanischen Marke, andererseits auch gleichzeitig der erste Benzin-Hybrid in seinem Segment. Er kommt Anfang 2013 zu Preisen ab 29.990 Euro zu den deutschen Händlern.

Eines haben die Koreaner bereits mit der herkömmlich angetriebenen Variante des Optima geschafft: sich Aufmerksamkeit zu verschaffen in einer Klasse, die hierzulande von VW, Audi, BMW und Mercedes beherrscht wird. Die vom deutschen Designer Peter Schreyer entworfene Limousine fällt auf, weil sie gut aussieht – mehrere Designpreise bestätigen das.

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Der Optima Hybrid soll nun beweisen, dass die Koreaner auch entsprechendes technisches Know-how besitzen. In erster Linie ist die Limousine ein Image-Modell. Dementsprechend sind auch die Absatzzahlen geplant. Von den insgesamt 800 angepeilten Optima-Verkäufen für 2013 sollen zirka 250 auf den Hybrid entfallen. Auf einen Privatkundenanteil will sich Kia nicht festlegen. „Ich kann mir vorstellen, dass es auch beim Hybrid zu einigen Spontankäufen kommen wird, wie schon beim herkömmlichen Optima“, sagte der Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, Martin van Vugt, bei der Vorstellung des Modells im spanischen El Vendrell.

Das Hybridsystem ist eine Kia-Eigenentwicklung. Es besteht aus einem 30 kW/40 PS starken Elektromotor und einem Zwei-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS. Insgesamt kommt der Optima so auf eine Systemleistung von 140 kW/190 PS. Die beiden Motoren treiben über ein sechsstufiges Automatikgetriebe die Vorderräder an. Es kommt ohne Drehmomentwandler aus – dessen Funktion haben der Elektromotor und eine Ölpumpe übernommen.

Lithium-Polymer-Batterie: Kleiner und leichter

Stolz ist man bei Kia auf die Batterie. „Wir sind die ersten, die eine Lithium-Polymer-Batterie in einem Serien-Hybrid nutzen“, erläutert Benny Oeyen, Marketingchef bei Kia Motors Europe. Üblicherweise würden solche Batterien in reine Elektrofahrzeuge eingebaut. Verglichen mit einer herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterie sei die bei Kia verwendete Lithium-Polymer-Batterie um 20 Prozent leichter und um 40 Prozent kleiner. Zu den weiteren Vorteilen zählen laut Oeyen eine geringere Selbstentladung, die hohe Leistungsabgabe und Energiedichte sowie die geringe Wärmeentwicklung. Außerdem soll sie länger halten. Daher gilt die siebenjährige Garantie (bis 150.000 Kilometer), die Kia wie für alle Modelle in Europa auch für den Optima Hybrid anbietet, auch für die Batterie.

Der Optima Hybrid fährt immer elektrisch an. Bei stärkerer Beschleunigung oder höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der Benziner zu. Im vollelektrischen Betrieb erreicht der Optima Hybrid Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Im kombinierten Betrieb dient der Elektromotor sowohl als zusätzlicher Antriebsmotor – bei voller Beschleunigung und an Steigungen – als auch als Generator, der während der Fahrt und beim Bremsen die Batterie wieder auflädt.

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