Gefahren: Kia Optima – Marke statt Masse

Von Christoph Seyerlein

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Anfang 2016 kommt der neue Optima zu den Kia-Händlern. In Deutschland hat die Mittelklasse-Limousine einen schweren Stand. Dabei muss sie sich qualitativ nicht verstecken.

Kommt Anfang 2016 zu den Händlern: der neue Kia Optima.(Foto:  Seyerlein)
Kommt Anfang 2016 zu den Händlern: der neue Kia Optima.
(Foto: Seyerlein)

Fehlenden Mut kann man den Entscheidern bei Kia nicht vorwerfen: Ganze 374 Einheiten haben die Koreaner im vergangenen Jahr hierzulande von ihrer Mittelklasse-Limousine Optima verkauft. Die Konkurrenz im D-Segment um VW Passat und Co. erscheint übermächtig. Konzernschwester Hyundai etwa gibt schon klein bei, hat die Limousine des i40 in Deutschland aus dem Programm gestrichen und verkauft in der Mittelklasse nur noch den Kombi. Nicht so Kia: Anfang 2016 kommt die vierte Generation des Optima als Limousine zu den Händlern.

Ein großer Absatzsprung ist auch für das neue Modell nicht zu erwarten. Warum also setzen die Koreaner dennoch auf ihr Stufenheck-Modell? „Wir wollen gar nicht unbedingt mehr verkaufen als bisher“, schätzt Deutschland-Chef Steffen Cost die Lage realistisch ein. „Vielmehr sehen wir im neuen Optima einen Markenbotschafter, der zeigen soll, was Kia kann.“

Und das ist mehr als 374 verkaufte Modelle im Jahr erwarten lassen. Ein Sportler wird aus der Limousine zwar nicht mehr werden, wer es eher kultiviert mag, macht mit dem 141 PS starken 1,7-Liter-Dieselmotor aber nichts falsch. 340 Nm Drehmoment ab 1.750 Touren ermöglichen schaltfaules Fahren, die gelegentlichen Gangwechsel erfolgen sehr sanft und geschmeidig. Serie ist eine Sechs-Gang-Handschaltung, optional gibt es ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe. Ein kleiner Schwachpunkt ist der einstellbare Sport-Modus: dynamischere Schaltzeitpunkte oder Gasannahme konnten wir bei unserer Testfahrt nicht feststellen.

Den Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer absolviert der Diesel in 11 Sekunden, bei 203 km/h ist Schluss. Den Verbrauch gibt Kia mit 4,4 Liter an. Alternativ können Kunden zum Marktstart auch die Zwei-Liter-Benziner-Variante mit 163 PS ordern. Diese lässt nach 9,4 Sekunden die 100-km/h-Grenze hinter sich und hat 210 Stundenkilometer intus, verbraucht laut Datenblatt allerdings auch 7,4 Liter. Laut eigener Aussage sieht Kia in Deutschland für den Diesel deutlich mehr Potenzial, das Verhältnis schätze man auf etwa 80 zu 20.

Am Design der Limousine gab es schon beim Vorgänger wenig zu mäkeln. Keine Überraschung also, dass das Gestalter-Team um Peter Schreyer nur behutsame Veränderungen am neuen Optima vorgenommen hat. Länge, Radstand und Höhe haben jeweils um einen Zentimeter zugelegt, in der Breite ist die Limousine um drei Zentimeter gewachsen.

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