Gefahren: Kia Picanto X-Line – Turbo an Bord

Von Yvonne Simon

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Neue Topversion beim Kia Picanto: Die Koreaner stecken ihren Kleinstwagen als „X-Line“ ins Offroad-Kostüm und spendieren zusätzlich einen Turbobenziner mit 100 PS. Auch die Ausstattung „GT-Line“ ist jetzt mit dem stärkeren Motor zu haben.

Die Preise für den Picanto X-Line mit Turbo beginnen bei 16.990 Euro.(Bild:  Kia)
Die Preise für den Picanto X-Line mit Turbo beginnen bei 16.990 Euro.
(Bild: Kia)

Kleiner Wagen, kleine Leistung? Nicht unbedingt. Wer einen Kia Picanto kauft, muss nicht zwingend auf einen kräftigen Motor verzichten. Seit Beginn des Jahres hat der Importeur den Kleinstwagen erstmals mit einem 74 kW/100 PS starken 1,0-Liter-Turbobenziner im Angebot. Zu haben ist der neue Antrieb in der Ausstattung „GT-Line“ und in der neuen „X-Line“, die ebenfalls zum Jahresanfang an den Start gegangen ist.

Mit der X-Line streifen die Koreaner dem Picanto ein SUV-Gewand über. Kleider machen ja bekanntlich Leute und ein wenig trifft das auch aufs Auto zu. Die neue Topversion hinterlässt im Vergleich zur Basisvariante tatsächlich einen etwas kraftvolleren Eindruck. Sie ist 7,5 Zentimeter länger und 3 Zentimeter breiter als die anderen Picanto-Versionen. Neue Stoßfänger, ein Unterfahrschutz und Seitenschutzleisten tragen zur robusten Optik bei. Für Fahrten über Stock und Stein qualifiziert sich der Kleine mit einer Höherlegung von 1,5 Zentimetern und ohne Allrad nicht, dafür aber als sehr komfortables Stadtauto.

Kia Picanto X-Line: Turbo an Bord
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Umfangreiche Serienausstattung

Dafür sorgt die umfangreiche Serienausstattung des Topmodells. Auf der Testfahrt bei eisigen zehn Grad unter null erwiesen sich die Sitzheizung und das beheizbare Lenkrad als wahrer Segen. Der Sieben-Zoll-Touchscreen liegt gut im Blickfeld und lässt sich während der Fahrt einfach und intuitiv bedienen. Praktisch ist auch die induktive Ladestation fürs Smartphone, solange das eigene Gerät über die entsprechende Technik verfügt. Eine Rückfahrkamera und Parksensoren erleichtern das Rangieren wenn es eng wird.

Gegen Aufpreis können Picanto-Käufer einen autonomen Notbremsassistenten und eine Kartennavigation bestellen. Letztere konnte bei der Testfahrt nicht durchgehend überzeugen. Abgesehen davon, dass sie Kreisverkehre ankündigte, wo keine waren, löste sie auf der Autobahn teils Irritation aus. In Ausfahrten gab das System meistens nur Anweisungen wie „Rechts halten, dann links halten“ von sich, ohne den Namen der Ausfahrt oder der Straße zu nennen.

Viel Kraft schon bei niedriger Drehzahl

Sehr bequem sind die Sitze in hellgrauem Kunstleder. Im Gegensatz zu den anderen Picanto-Varianten hebt sich der Innenraum in der X-Line durch limettengrüne und weiße Verzierungen ab. Das Platzangebot ist nicht überwältigend, für einen Kleinstwagen aber in Ordnung. Klassentypisch wenig Platz bietet der Kofferraum. Sind die Sitze nicht umgeklappt, wird es für größeres Gepäck knapp.

MIt dem neuen 1.0 T-GDI kann man im Picanto nicht nur in der Stadt, sondern auch auf der Autobahn Spaß haben. Das Auto beschleunigt in ordentlichen 10,1 Sekunden auf Tempo 100 und muss sich beim Überholen nicht ducken. Nachdem sich das maximale Drehmoment von 172 Newtonmetern über den Drehzahlbereich von 1.500 bis 4.000 Umdrehungen erstreckt, zieht das Auto auch bei niedriger Drehzahl gut an. Zum Vergleich: Mit dem 1,2-Liter-Sauger, der mit 62 kW/84 PS bislang der stärkste Motor im Picanto war, dauert der Sprint von 0 auf 100 mit manuellem Getriebe 12 Sekunden.

X-Line soll zehn Prozent der Picanto-Verkäufe ausmachen

Zuwächse im Verkauf erwartet sich Kia laut Aussage einer Sprecherin durch die X-Line und den Turbomotor nicht. Im letzten Jahr verkauften die Koreaner 9.000 Einheiten des Picanto – das sei auch 2018 das Ziel. Die X-Line soll den aktuellen „Trend zum Crossover“ bedienen. Vergangenes Jahr entschieden sich 30 Prozent der Picanto-Käufer für die GT-Line. Das Unternehmen rechnet nun für das kommende Jahr mit einer Aufteilung von 10 Prozent auf die X-Line und 20 Prozent auf die GT-Line. Picanto-Modelle mit dem 1,0-Liter-Turbo sollen insgesamt 10 Prozent der Verkäufe ausmachen.

Die Preise für den Picanto X-Line mit Turbo beginnen bei 16.990 Euro. Mit dem 1,2-Liter-Sauger ist die Variante ab 16.190 Euro (Automatikversion: 16.990 Euro) auf dem Markt. Für den Picanto GT-Line mit 1.0 T-GDI zahlen Käufer mindestens 15.790 Euro. Ein Automatikgetriebe ist für die beiden Modelle mit Turbo nicht erhältlich. Den kombinierten Verbrauch für den neuen Motor gibt Kia mit 4,5 Litern pro 100 Kilometer an (104 g/km CO2).

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