Anbieter zum Thema
Bei den Testfahrten auf Landstraßen und längeren Autobahnabschnitten stand der Skyactiv-X noch nicht zur Verfügung. Zwischen dem Benziner und dem Diesel hatte der Benziner in Sachen Ansprechverhalten leicht die Nase vorn, im Verbrauch hingegen der Diesel mit 6,1 Litern, während der Benziner zwischen 6,4 und 6,7 Liter benötigte.
8.000 Neuzulassungen geplant
Angesichts des stimmigen Gesamtpakets sind die Verkaufserwartungen, die Bernhard Kaplan in das Kompaktklassemodell setzt, verhältnismäßig bescheiden: In diesem Jahr rechnet er mit 8.000 Neuzulassungen, im ersten vollen Verkaufsjahr 2020 soll sich das Volumen dann auf rund 10.000 Neuzulassungen erhöhen. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurden hierzulande knapp 13.000 Neuwagen des Mazda 3 verkauft, 2018 waren es gut 11.700 Einheiten.
„Die Verkaufsziele mögen auf den ersten Blick und im Vergleich zum Vorgänger konservativ erscheinen. Aufgrund des eher auf Design ausgelegten Raumangebots sind wir hier aber bewusst realistisch“, erklärt Bernhard Kaplan. Volumenseitig ließe sich dieser erwartete Stückzahlenrückgang locker mit CX-Modellen kompensieren, fügt er hinzu. Insgesamt will Mazda Deutschland in diesem Jahr bei einer entsprechenden Verfügbarkeit der Fahrzeuge die 70.000 Neuzulassungen knacken. Beim neuen Mazda3, der in Japan statt in Mexiko produziert wird, rechnet er vorerst nicht mit Lieferengpässen. Allerdings wird sicher auch viel davon abhängen, wie sich die internationale Nachfrage nach dem neuen Skyactiv-X-Antrieb entwickelt. Die Mazda-Käufer haben schon beim Vorgänger bewiesen, dass sie durchaus bereit sind, für ihr Fahrzeug viel Geld zu investieren: So lag beispielsweise der Anteil an der bislang höchsten Ausstattung Sportline über alle Baureihen hinweg bei 50 Prozent.
Fazit: Mit dem neuen Mazda 3 setzt der japanische Hersteller in der Kompaktklasse ein Ausrufezeichen. Das Design ist wunderschön, wenngleich die Funktionalität etwas darunter leidet: Die C-Säule ist so massiv, dass der Schulterblick eine Herausforderung ist. Und auch die Platzverhältnisse für die Fondpassagiere sind recht beengt: Wer größer ist als 1,85 Meter, stößt mit dem Kopf an die Decke, und die Kniefreiheit lässt zu wünschen übrig. Dafür ist Wohlfühlatmosphäre auf den Vordersitzen garantiert: Wer in den neu entwickelten Vordersitzen Platz nimmt, muss nicht lange nach der richtigen Sitzstellung suchen. Es gibt keinen wilden Mix an verschiedenen Materialien oder unharmonischen Ecken und Kanten, sondern ein schlankes Armaturenbrett mit dezent platzierten Bedienelementen, die in puncto Haptik ihresgleichen suchen.
Das 8,8 Zoll große Display des Infotainmentsystems ist zwar nicht das größte seiner Klasse, ist aber auch ohne Touchfunktion recht intuitiv zu bedienen und gut zu lesen. Dank des fahrerorientierten Cockpits und vor allem dank des farbigen Head-up-Displays gelingt es im Mazda 3, während der Fahrt den Blick kaum von der Straße abzuwenden. Der Fahrkomfort ist, von schlechten Straßenbelägen abgesehen, bei denen man sich eine etwas weichere Federung wünschen würde, sehr gut. Den Auftakt in die neue Modellgeneration kann man unter dem Strich als überaus gelungen bezeichnen. Und auf dem Genfer Autosalon lüftet der japanische Hersteller mit einem neuen Kompakt-SUV, der aller Voraussicht nach den Namen CX-4 tragen wird, schon das nächste Modell, das auf der gleichen Plattform stehen wird wie der Mazda 3.
(ID:45765336)