Gefahren: Mazda 3 – die Perfektion liegt im Detail

Zwei Motorisierungen und zwei Ausstattungen zur Markteinführung

| Autor: Julia Mauritz

Der Mazda 3 läutet eine neue Produktgeneration der japanischen Marke ein.
Der Mazda 3 läutet eine neue Produktgeneration der japanischen Marke ein. (Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Wie wird es wohl gelingen, in Zukunft den Mazda 3 noch weiter zu perfektionieren? Das fragt man sich unweigerlich, wenn der Projektleiter des Kompaktklassemodells, Kota Beppu, schildert, woran die Mazda-Designer und -Entwickler bei der jüngsten Generation des Fahrzeugs gefeilt haben: Angefangen bei der besonderen Lichtspiegelung auf den Seitenflächen, über die angenehme Oberflächenhaptik der Bedienelemente und einem einheitlichen Weiß bei den Lichtelementen im Cockpit bis hin zur Sitzposition, die die natürliche Haltung der Wirbelsäule bestmöglich unterstützt. Die Maxime: ein Auto aus der Taufe zu heben, in dem der Autolenker mit allen Sinnen das Fahrgefühl genießen kann, weil es keine optischen, haptischen und akustischen Störfaktoren gibt.

Dass ihnen das gelungen ist, wird schon klar, kurz nachdem man sich ans Steuer des neuen Mazda 3 gesetzt hat, der am 22. und 23. März seine Premiere bei den deutschen Händlern feiert. Selten war der Premiumcharakter so ausgeprägt wie bei diesem Modell, das zugleich eine neue Produktgeneration bei Mazda einläutet.

Das hat natürlich auch seinen Preis: Der startet bei 22.990 Euro. Im Vergleich zum Einstiegs-Golf sind das knapp 3.700 Euro mehr. Allerdings gibt es anders als bei den Wettbewerbern auch kein „preisschönendes“ spartanisches Basismodell mehr. Die Serienausstattung des Mazda 3 umfasst unter anderem ein serienmäßiges Head-up-Display mit Projektion in die Windschutzscheibe, ein Infotainmentsystem mit 8,8, Zoll großem Display und Navigationssystem, ein Audiosystem mit acht Lautsprechern, eine Klimaanlage, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und LED-Scheinwerfer.

An aktiven Sicherheitssystemen sind unter anderem eine radargestützte Geschwindigkeitsregelung, ein Notbremsassistent, eine Ausparkhilfe und ein Spurwechselassistent ab Werk eingebaut. Dennoch geht Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan davon aus, dass sich nur zwölf Prozent der Käufer für diese Version entscheiden werden. Die höhere und einzige alternative Ausstattungslinie Selection bietet schließlich für rund 1.400 Euro Aufpreis unter anderem noch eine Rückfahrkamera, eine Sitz- und Lenkradheizung oder eine Einparkhilfe. Wem das nicht reicht, der kann optional weitere Design-, Komfort- und Sicherheitsoptionen zubuchen.

Skyactiv-X-Motor kommt später

Genauso übersichtlich wie die Ausstattungsstruktur ist das Motorenangebot. Zur Markteinführung gibt es den neuen Mazda 3 lediglich mit zwei Motorisierungen: einen überarbeiteten 2,0-Liter-Benziner, der 90 kW/122 PS leistet und der über eine Zylinderabschaltung und ein neues 24-Volt-Mild-Hybrid-System verfügt, sowie einen neuen 1,8-Liter-Dieselantrieb, der 85 kW/116 PS auf die Straße bringt; beide sind wahlweise mit einem manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem sechsstufigen Automatikgetriebe zu kombinieren.

Der vom Handel sehnsüchtig erwartete, brandneue, gut 180 PS starke 2,0-Liter-Skyactiv-X-Antrieb, ein Benziner mit Kompressionszündung, folgt wahrscheinlich erst in der frühen zweiten Jahreshälfte. Ein genaues Einführungsdatum steht laut Bernhard Kaplan noch nicht fest. Der ganz neu entwickelte Antrieb soll die Drehfreude eines Benziners mit der Durchzugskraft und der Effizienz eines Diesels vereinen. Mazda stellt eine Kraftstoffersparnis zwischen 20 und 30 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Benzinern in Aussicht und rechnet angesichts dieser Werte damit, dass sich immerhin 30 Prozent der Kunden für den Skyactiv-X entscheiden werden. Aufgrund seiner komplexen Technik wird dieser Antrieb spürbar teurer sein als der normale Benziner, dem der Leverkusener Importeur einen Verkaufsanteil von 58 Prozent zutraut.

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