Gefahren: Mazda 6 – auf Premium getrimmt

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Bei den Antrieben haben die Käufer die Wahl zwischen fünf Motorisierungen: Der 2,0-Liter Benziner ist in zwei Leistungsstufen (107 kW/145 PS und 121 kW/165 PS) erhältlich. Zudem gibt es einen 2,5-Liter-Benziner mit Zylinderabschaltung, der 143 kW/194 PS auf die Straße bringt. Der 2,2-Liter-Diesel ist als 110 kW/150 PS- oder 135 kW/184 PS-Variante erhältlich. Die Euro 6d-Temp-Norm im RDE-Testzyklus erfüllen die Antriebe nach Herstellerangaben mittels innermotorischer Modifikationen: Während die Benziner weiterhin Benzinpartikelfilter auskommen, hat der 2,2-Liter-Skyactiv-Bi-Turbodiesel jetzt ein SCR-System erhalten.

Mazda 6: Auf Premium getrimmt
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Während sich immer mehr Hersteller vom Diesel abwenden, glaubt Mazda an die Zukunft dieses Antriebs – speziell im Mazda 6: „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Dieselantrieb gerade bei den größeren Fahrzeugen mit dem Angebot von Euro-6d-Temp-Motoren wegen der üblicherweise höheren Jahresfahrleistungen wieder steigende Anteile erleben wird“, unterstreicht René Bock. Die bisherigen Kaufvertragseingänge für den neuen Mazda 6 bestätigen das: Über 47 Prozent der Kunden haben sich bislang für einen Selbstzünder entschieden – im ersten Halbjahr 2018 war der Dieselanteil beim Vorgängermodell auf 22 Prozent gesunken.

Fazit: Auch wenn man es dem Modell dank des zeitlos wirkenden Kodo-Designs nicht ansieht: Mit sechs Jahren gehört die aktuelle Generation des Mazda 6 in der Mittelklasse faktisch schon zum alten Eisen, insofern war eine Frischzellenkur notwendig. Sie dürfte dem Modell zu neuem Schwung verhelfen, wenngleich die Mittelklasse weiter Kunden an das SUV-Segment verliert.

Niedriges Geräuschniveau im Innenraum

Auf den Testfahrten entpuppte sich der überarbeitete Mazda 6 als überaus angenehmes Transportmittel mit einem ausgewogenen Fahrverhalten, einer direkten Lenkung und einem angenehm niedrigen Geräuschniveau im Innenraum. Apropos Innenraum: Nicht nur puncto Haptik hat das Modell einen großen Sprung nach vorne gemacht. Vor allem das horizontal durchgezogene Armaturenbrett macht einen Riesenunterschied: Es verleiht dem Modell Eleganz und sorgt gleichzeitig für ein luftigeres Raumgefühl. Während die Bedienelemente beim Vorgänger sehr wuchtig wirkten, treten sie nun optisch dezent in den Hintergrund. Die breiteren Sitze und die dickeren Sitzpolster machen den Mazda 6 zum idealen Begleiter auf Langstrecken.

Was die Antriebe angeht, zeigte sich einmal mehr, dass der Dieselantrieb in puncto Durchzug und Verbrauch auf Landstraßen und der Autobahn nach wie unschlagbar ist: Nach der knapp 200 Kilometer langen Testfahrt mit dem 150 PS starken Selbstzünder zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 5,9 Litern an. Der 165 PS starke Benziner verbrauchte auf der nahezu gleichen Strecke 9,3 Liter.

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