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Gefahren: Mazda 6 – auf Premium getrimmt

| Autor: Julia Mauritz

Mazda hat seinem Flaggschiff nicht nur neue Euro-6d-Temp-Motoren spendiert, sondern auch einen neuen Innenraum. Vor allem kaufkräftige Kunden hat der japanische Hersteller im Visier.

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Mitte September feiert der überarbeitete Mazda 6 Premiere bei den deutschen Händlern.
Mitte September feiert der überarbeitete Mazda 6 Premiere bei den deutschen Händlern.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Seit 2012 ist die aktuelle Generation des Mazda 6 auf dem Markt. Während sich manch ein japanischer Hersteller mittlerweile ganz aus der rückläufigen Mittelklasse zurückgezogen hat, hält Mazda weiter an diesem Segment fest und hat seinen Vertreter nun umfassend überarbeitet – wenngleich das auf den ersten Blick nicht auffällt. Denn das Außendesign ist nahezu unverändert, bis auf ein paar Designretuschen an der Frontmaske und Heckschürze, einem neuen Kühlergrill sowie neuen Voll-LED-Scheinwerfern und Heckleuchten.

Ganz anders sieht es aus, wenn man die Türen und die Motorhaube öffnet: Die Motoren erfüllen nun allesamt die neue Euro-6D-temp-Norm. Der Innenraum wurde auf schlichte Eleganz getrimmt und mit neuen Materialien deutlich aufgewertet. Durch hochwertige Ausstattungsoptionen positioniert der Hersteller sein Flaggschiff klar in Richtung Premiumsegment.

Seine Handelspremiere feiert der Mazda 6, der preislich bei 27.590 Euro startet, am 14. und 15. September. Anders als bei einigen Wettbewerbern ist für den Kombi kein Aufpreis fällig.

Bis zum Jahresende will der Leverkusener Importeur noch 2.300 Einheiten des überarbeiteten Mazda 6 auf die Straße bringen. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2019 sollen es zwischen 5.500 und 6.000 Einheiten werden. Zum Vergleich: 2017 wurden hierzulande gut 5.600 Neuzulassungen erreicht.

Mazda-Deutschland-Vertriebschef René Bock traut dem Mazda 6 eine Eroberungsquote von 50 Prozent zu – im Visier hat er dabei verstärkt Kunden, die bislang eine Premiummarke gefahren sind. Hinzu kommen die 160.000 Mazda 6- und Mazda-626-Bestandskunden. Der Privatkundenanteil ist gerade im Vergleich zu den deutschen Mittelklasse-Wettbewerbern mit 40 Prozent hoch.

Mit seiner Entscheidung, den Mazda 6 ausstattungstechnisch nach oben abzurunden, scheint der japanische Hersteller in Deutschland genau den richtigen Schachzug gemacht zu haben: Während sich beim Vorgängermodell 40 Prozent der Kunden für die höchste Ausstattung Sports-Line entschieden haben, ist der Anteil beim überarbeiteten Mazda 6 in der Vorverkaufsphase auf über 70 Prozent gestiegen.

Dabei ist schon die Basisversion Prime-Line in puncto Komfort- und Sicherheitsfeatures erstaunlich gut ausgestattet: Serienmäßig mit an Bord sind neben dem neuen Head-up-Display mit Frontscheiben-Projektion und dem Navigationssystem mit 8-Zoll-Display unter anderem eine Klimaautomatik, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und ein Spurhalte- und Spurwechselassistent. Auch für die LED-Scheinwerfer ist kein Aufpreis fällig. In der höchsten Ausstattung Sports-Line sind serienmäßig unter anderem ein Matrix-LED-Lichtsytem, ein 360-Grad-Monitor und ein TFT-Display in der Instrumenteneinheit sowie ein Bose-Soundsystem an Bord. Wem das noch nicht reicht, der kann seinen Mazda 6 noch mit dem neuen Plus-Paket aufwerten: Es zeichnet sich vor allem durch eine dunkelbraune Nappaleder-Ausstattung, Echtholz-Applikationen und einen schwarzen Dachhimmel aus. Selbst mit der höchsten Ausstattung und dem optionalen Panoramadach liegt der Mazda 6 dabei preislich noch unter 50.000 Euro.

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 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Redakteurin