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Mangelnden Einfallsreichtum kann man den Mini-Entwicklern nicht vorwerfen. Der neue Countryman hat einige witzige Features an Bord und bietet pfiffige Ideen auf der Optionsliste. So registriert ein Country Timer die Zeit, die man Offroad oder bei schlechten Straßenverhältnissen fährt. Zudem gibt es auf Wunsch eine Picknickbank. Sie ist unter der Gepäckraumabdeckung befestigt, kann mit einer Hand ausgeklappt werden und bietet eine Sitzgelegenheit für zwei Personen unter der Heckklappe.
Motorseitig sind zum Marktstart am 11. Februar zwei Benziner und zwei Diesel erhältlich. Neben dem Einstiegsmodell mit einem 100 kW/136 PS starken Dreizylinder-Benziner gibt es den Countryman als Cooper S mit 141 kW/192 PS, den wir auf den holprigen Landstraßen Englands Probe fahren konnten. Am Motor gibt es nichts zu mäkeln. Er zieht gut los und klingt zumindest im Sportmodus durchaus kernig.
Mini bietet zudem zwei Diesel-Varianten mit 110 kW/150 PS und 140 kW/190 PS an. Im Sommer Juni folgt dann die 170 kW/231 PS starke Sportversion namens John Cooper Works. Auch der erste Plug-in-Hybrid der Marke ist dann erhältlich. Er kombiniert einen Dreizylinder-Ottomotor, der die vordere Achse antreibt, mit einem Elektromotor an der Hinterachse. Die Systemleistung: 165 kW/224 PS.
Ob man beim Countryman tatsächlich noch von dem von Mini beschworenen Go-Kart-Feeling sprechen kann, ist zumindest Ansichtssache. Schließlich ist der Countryman nicht nur größer, sondern mit über 1,5 Tonnen auch recht schwer geworden. Das spürt man eben – da mag die Lenkung noch so direkt sein.
Alternativ zum serienmäßigen Sechsgang-Handschalter kann der Cooper mit Sechsgang-Steptronic und die Varianten Cooper S und Cooper D mit Achtgang-Steptronic geordert werden. Letztere war in unserem Testwagen verbaut und ist sicherlich eine gute Wahl. Sie schaltet unaufgeregt und unmerklich und spart etwas Sprit gegenüber dem Handschalter. Der Testwagen war mit der optional bestellbaren Allradtechnik „All 4“ ausgestattet. Das verteilt die Kraft automatisch nach Bedarf auf die vier Räder, kann aber manuell weder zu- noch komplett abgeschaltet werden.
Die Ausstattungsliste beim Mini Countryman ist lang. Es ist also zu erwarten, dass ein Großteil der Käufer den Grundpreis von 26.500 Euro deutlich überschreiten wird.
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