Gefahren: Opel Vivaro

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Standardmäßig fährt der Vivaro mit einer Schiebetür auf der rechten Seite und Flügeltüren am Heck vor. Eine weitere Tür auf der Fahrerseite und eine klassische Heckklappe bietet Opel für die Combi-Variante gegen Aufpreis an. Wie auch ein Innenraumpaket von Irmscher, um das robuste Kunststoff-Interieur mit feinem Leder und weichem Velours aufzuwerten.

Aber auch ohne dieses Extra hat sich der mit reichlich Ablagen gesegnete Lastesel inzwischen spürbar vom rein spartanischen Nutzfahrzeug distanziert: Radio, Telefonfreisprecheinrichtung, Bordcomputer, elektrische Fensterheber gehören zur Serie. Gegen Geld gibt es eine Klimaanlage, Sitzheizung, Tempomat, ein schlüsselloses Schließ- und Startsystem, eine Rückfahrkamera und das Opel-Infotainmentsystem Intellilink mit Navigationsfunktion – elektrisch betriebene Schiebetüren sind dagegen nicht im Angebot.

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Für den Antrieb hält Opel drei Dieselmotoren bereit, allesamt mit 1,6 Liter Hubraum. In der Basis leistet das Aggregat 70 kW/95 PS und man kann erahnen, dass es mit einem vollbepackten Vivaro ein paar Probleme haben wird. Wer das Platzangebot regelmäßig ausnutzen will, greift besser zu einer der beiden Bi-Turbo-Varianten mit 92 kW/125 PS oder 107 kW/145 PS. Letztere erweckt den leer gut 1,7 Tonnen schweren Combi mit 340 Newtonmeter Drehmoment flott zum Leben und macht – zumindest nur mit zwei Personen besetzt – selbst im hügeligen Geläuf durchs Pustertal eine gute Figur.

Mit der ausreichend direkten Lenkung fühlt sich der Vivaro zudem eher nach Van denn nach Arbeitstier an und mit bis zu 180 km/h ist der Opel mehr als autobahntauglich – die meisten werden wohl eher mit Tempo 130 reisen. Wer das manuelle Sechsgang-Getriebe zügig bedient, braucht selbst vor Überholvorgängen nicht zurückzuschrecken.

Auch längeren Strecken sind kein Problem: Das große Gestühl bietet zwar wenig Seitenhalt, dafür aber ausreichend Sitz-Komfort, um auch mal in einem Rutsch durch die Republik zu düsen. Mit den standardmäßigen 80 Litern Tankinhalt ist das jederzeit möglich: Bei einem Normverbrauch von 5,9 Liter Diesel ergibt sich eine rechnerische Reichweite von über 1.350 Kilometern zwischen zwei Tankstopps. Allerdings dürften die quengelnden Kleinen in Reihe zwei und drei schon eher zur Pause mahnen, denn anders als manche Mitbewerber bietet Opel zumindest ab Werk kein Fond-Entertainmentsystem an.

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