Abgasuntersuchung Geht ab wie eine Rakete?

Von Steffen Dominsky

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Zum 1. Januar wird die Partikelzählung nicht kommen. Aber spätestens zum 1. Juli 2023. Werkstätten sollten sich dennoch jetzt nach einem passenden Partikelzähler umsehen. Denn sobald die Geräte flächendeckend verfügbar sind, geht es schnell.

Bei der Partikelzählung an einem Euro-6/VI-Diesel entfällt das freie Beschleinigen. Ist Motor und Abgasreiningung intakt, geht's künftig sogar deutlich schneller als im Fall Opazimeter.(Bild:  Dominsky – »kfz-betrieb«)
Bei der Partikelzählung an einem Euro-6/VI-Diesel entfällt das freie Beschleinigen. Ist Motor und Abgasreiningung intakt, geht's künftig sogar deutlich schneller als im Fall Opazimeter.
(Bild: Dominsky – »kfz-betrieb«)

Es ist wie bei so manchem Raketenstart. Auch ein solcher zögert sich aufgrund verschiedener Faktoren gerne einmal hinaus. Steht dann die Ampel auf Grün und das Triebwerk zündet, läuft alles umso schneller ab. So ähnlich spielt bzw. wird sich das wohl auch im Fall Partikelzählung abspielen. Nach dem missglückten Start zum 1.1.2021 wurde auch aus dem 1.1.2023 nichts – siehe Ausgabe 41-42/2022. Vor wenigen Wochen hat Vater Staat die Einführung abermals verschoben. Und zwar auf den ... – ja, auf welches Datum eigentlich?

Gute Frage, nächste Frage, ist man geneigt zu sagen. Um es auf den Punkt zu bringen: So genau weiß das niemand. Das hängt allerdings nicht von vielen, sondern von einem einzigen Faktor ab: der Verfügbarkeit von Partikelzählern. Wie bekannt hatte das viel zitierte „Lieferkettenproblem“ den AU-Geräteherstellern einen ordentlichen Strich durch ihre Produktionsabsichten gemacht. Aber auch die für die Zulassung der Partikelzähler verantwortliche Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hatte und hat ihren Anteil am Verpassen der zeitlichen Ziellinie 1.1.2021 bzw. 1.1.2023. Sie hat gerade erst einmal zwei Geräte des neuen Typs zugelassen – neben dem von AVL Ditest seit Mitte November auch das von Bosch.