ADAC
Gelber Engel – Nummer 1 lebt
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Vor 70 Jahren tritt das erste ADAC Straßenwacht Gespann der Geschichte, und somit auch das erste Fahrzeug der ADAC Straßenwacht überhaupt, seine „Jungfernfahrt“ an. Nach einer bewegten Geschichte kehrt die Nummer 1 zurück nach München und erstrahlt nach aufwändiger Restaurierung in neuem Glanz.
Im Herbst 1953 treffen das ADAC Präsidium und der Verwaltungsrat eine weitreichende Entscheidung: Sie rufen die ADAC Straßenwacht ins Leben. Und sie beschließen das erste Straßenwacht-Fahrzeug anzuschaffen: eine NSU 501 OS-T Konsul II, die als Prototyp für weitere der „Gelben Enge“ dienen soll. Mit einiger Wahrscheinlichkeit stammt die Solomaschine, deren Fahrzeugbrief bereits am 6. Juni durch die NSU Werke AG ausgestellt wurde, aus dem Bestand der „NSU Bezirksvertretung“ von Alois Drax in der Landsberger Str. 436 in München/Pasing und wurde vermutlich von dort ausgeliefert.Drax war nicht nur NSU Händler, sondern auch im ADAC e.V. aktiv, ein überaus erfolgreicher Gespann-Rennfahrer und ist darüber hinaus heute noch als „Erfinder“ des ersten Hartschalen-Motorradhelmes bekannt. Mit seinem unter der Bezeichnung „Sport-Drax“ vermarkteten Helm waren die ersten ADAC Straßenwacht Fahrer ausgestattet. Vermutlich stammen auch weitere Ausrichtungsgegenstände aus dem Hause Drax.
In Rechnung gestellt wurde die Konsul dem ADAC aber am 6. November direkt von der NSU-Werke AG, Neckarsulm, mit einem Nachlass von 15.5 Prozent gegenüber dem Listenpreis. Knapp zwei Wochen später erhält die Maschine, immer noch als Solomotorrad, unter dem Besatzungskennzeichen AB-51 2868 auf den Allgemeinen Deutschen Automobil Club e.V., Königinstraße 10a in München, ihre Erstzulassung. Wann genau mit dem Umbau der NSU zum Prototypen-Gespann der ADAC Straßenwacht begonnen wurde, ist nicht überliefert. Mit der Fertigung des Beiwagens, der sich sowohl durch die Art der Federung und die Farbgebung, als auch in Form und Abmessungen des Bootes deutlich von den später bei der ADAC Straßenwacht serienmäßig eingesetzten Beiwägen unterscheidet, wurde wohl schon deutlichfrüher begonnen, denn bereits zwei Wochen später steht das Gespann einsatzbereit parat.
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