Generationswechsel im Autohaus Kunzmann

Redakteur: Gerd Steiler

Andreas Tetzloff trat am 1. Januar die Nachfolge von Geschäftsführer Wolfgang Diehm an. Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Karl Diehm lenkt der 43-Jährige nun das Unternehmen.

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Andreas Tetzloff (43) ist seit 1. Januar neuer Geschäftsführer der Aschaffenburger Robert Kunzmann GmbH.
Andreas Tetzloff (43) ist seit 1. Januar neuer Geschäftsführer der Aschaffenburger Robert Kunzmann GmbH.
(Foto: Kunzmann)

Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg hat zum Jahresbeginn den Generationenwechsel vollzogen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, hat sich Wolfgang Diehm, Inhaber und langjähriger Geschäftsführer der Robert Kunzmann GmbH, aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Seine Aufgaben hat am 1. Januar Andreas Tetzloff übernommen. Der 43-Jährige leitet künftig gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Karl Diehm (45) das Autohaus.

Tetzloff war von 1993 bis 2011 für Daimler in verschiedenen leitenden Positionen tätig. Als Verkaufsleiter war der gebürtige Stuttgarter unter anderem für das operative Geschäft der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin und insbesondere für das Salzufer verantwortlich. Von 2011 bis 2014 verantwortete der Manager die Geschäftsführung der Porsche-Niederlassung in Hamburg.

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„Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, die im Autohaus Kunzmann auf mich wartet. Gemeinsam mit Karl Diehm möchte ich auch weiterhin für ein gesundes Wachstum sorgen und den Erfolg, welchen das Autohaus zu einer Marke gemacht hat, ausbauen", sagte Tetzloff. Als Geschäftsführer werde er sein Hauptaugenmerk auf den Vertrieb legen. Zudem werde er die Leitung der Bereiche Service und Teile/Zubehör übernehmen. Karl Diehm, der seit 2006 neben seinem Vater Wolfgang Diehm als geschäftsführender Gesellschafter für das Unternehmen verantwortlich ist, führt weiterhin das strategische Geschäft und ist unter anderem für die Ressorts Personal, IT, Buchhaltung und Rechnungswesen zuständig.

Beginn einer neuen Ära

Mit dem Generationenwechsel geht im Autohaus Kunzmann eine Ära zu Ende. Vor 50 Jahren trat Wolfgang Diehm als Prokurist in den Betrieb ein und übernahm 1979 die alleinige Geschäftsführung. Er prägte das Unternehmen maßgeblich und machte es zu einem der erfolgreichsten Mercedes-Benz-Vertragspartner in Deutschland. „Nach vielen Jahren ist es für mich nun an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben. Ich freue mich, dass wir mit Herrn Tetzloff einen erfahrenen Fachmann und Kenner der Automobilbranche für unser Unternehmen gewinnen konnten“, sagte Diehm.

Der langjährige Geschäftsführer wechselt nun als Vorsitzender in den Beirat des Unternehmens. Gemeinsam mit den Beiräten Willi Diez, Diethard Anders und Stefan Schmittmann ist Wolfgang Diehm damit auch künftig an allen wichtigen strategischen Entscheidungen der Aschaffenburger Autohandelsgruppe beteiligt.

Das Hauptaugenmerk des Unternehmens gilt dabei der gezielten Nachwuchsarbeit und dem weiteren Ausbau des Onlinevertriebs. Diesen sieht Geschäftsführer Karl Diehm speziell im Teile- und Zubehörbereich als „tragende Säule der Geschäftsstrategie“. Deshalb hat Kunzmann die Sparte Onlinehandel personell verstärkt und führt sie nun als selbstständiges Profit-Center. Auch im neuen Geschäftsjahr will das Unternehmen seinen Web-Auftritt – unter anderem im hauseigenen Online-Shop – weiter optimieren. Dieses Engagement soll laut Diehm dazu beitragen, „rentable Wachstumschancen“ für die Kernmarken Mercedes und Smart in der Rhein-Main-Region zu nutzen.

Die Robert Kunzmann GmbH & Co. KG verfügt derzeit über neun Standorte im Rhein-Main-Gebiet, an denen sie die Marken Mercedes-Benz, Smart, Fuso und Volkswagen-Service vertritt. Das Traditionsunternehmen mit Hauptsitz im unterfränkischen Aschaffenburg feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen und zählt mit mehr als 730 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern in der Region. Die Autohandelsgruppe verkaufte nach eigenen Angaben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 fast 5.200 Neu- und Gebrauchtwagen und erwirtschaftete dabei einen Gesamtumsatz von gut 254 Millionen Euro.

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