Geschäftsführerwechsel bei Chevrolet

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Das amerikanische Fabrikat bekommt in seiner letzten Phase nochmals einen neuen Geschäftsführer. Finanzchef Gregor Tschernjavski soll den Chevy-Rückzug aus Zentraleuropa steuern.

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Gregor Tschernjavski leitet seit dem 1. Mai die Geschicke von Chevrolet in Deutschland.
Gregor Tschernjavski leitet seit dem 1. Mai die Geschicke von Chevrolet in Deutschland.
(Foto: Chevrolet)

Die auf dem Rückzug vom deutschen Markt befindliche Importmarke Chevrolet hat zum 1. Mai Gregor Tschernjavski zum neuen Geschäftsführer ernannt. Der 36-Jährige übernimmt die Position von Steffen Raschig, der den Importeur zum 30. April verlassen hatte. Raschig soll das Nutzfahrzeuggeschäft von Opel/Vauxhall in Europa in den kommenden Jahren kräftig ausbauen.

Der neue Chevrolet-Geschäfsführer ist für den Importeur kein Unbekannter. Tschernjavski war bisher schon als Chief Financial Officer für den sogenannten Central Cluster von Chevrolet zuständig, der die Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedient. Tschernjavski wird beide Positionen künftig in Personalunion besetzen.

Tschernjavski ist seit 2008 bei General Motors in Europa und seit Oktober 2011 für Chevrolet in Deutschland tätig. „Mein Ziel ist es, die Geschäftsausrichtung unverändert weiterzuführen und die Abwicklung des Neuwagenverkaufs voranzutreiben, um einen ordentlichen Austritt aller Händler zu ermöglichen“, wird der Finanzchef in einer Pressemitteilung vom Dienstag zitiert.

Nach derzeitigem Stand wird Chevrolet Deutschland den Vertrieb von Neuwagen bereits Ende Juni 2014 einstellen. Der Rückzug des Fabrikats war zunächst unter Berücksichtigung der regulären Kündigungsfristen für Ende 2015 terminiert worden. „Bis auf einen Partner hätten alle 165 Händler zugestimmt, den Verkauf zu diesem Zeitpunkt einzustellen, hatte Raschig Ende März im Gespräch mit »kfz-betrieb« erklärt. Den Rückzug vom europäischen Markt hatte der Mutterkonzern General Motors überraschend Anfang Dezember 2013 bekannt gegeben. Im Gegenzug soll Opel auf dem europäischen Kontinent gestärkt werden.

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