Ifo-Index Geschäftsklima in der Autoindustrie trübt sich deutlich ein

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Tristesse im Herbst – die deutsche Automobilindustrie blickt pessimistisch in die Zukunft. Derzeit gibt es scheinbar wenig Grund für eine positive Grundstimmung. Dabei hat sich der Auftragsbestand stabilisiert.

Trotz eines stabilisierten Auftragsbestands bleibt die Stimmung in der Automobilbranche mehr als schlecht.(Bild:  Mercedes-Benz)
Trotz eines stabilisierten Auftragsbestands bleibt die Stimmung in der Automobilbranche mehr als schlecht.
(Bild: Mercedes-Benz)

Die Stimmung in der kriselnden deutschen Automobilindustrie hat sich laut den Zahlen des Münchener Ifo-Instituts im November erheblich verschlechtert. „Nach einem starken Anstieg im Oktober fiel der Geschäftsklimaindex der Autoindustrie im November deutlich. Er sank auf minus 20,0 Punkte, nach minus 13,4 Punkten im Oktober“, teilte das Institut mit. Der Rückgang lasse sich auf pessimistischere Geschäftserwartungen zurückführen.

Die Unternehmen der deutschen Autoindustrie bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage im November zwar etwas besser als im Vormonat – der Indikator stieg auf minus 17,0 Punkte nach minus 21,7 Punkten im Oktober. Ihre Erwartungen für die nächsten Monate sind aber deutlich schlechter: Der Indikator brach von minus 4,6 Punkten im Oktober auf minus 23,0 Punkte im November ein und nahm damit den positiven Ausblick des vergangenen Monats vollständig zurück.

Auftragsbestand stabilisiert sich

Einen Lichtblick gibt es beim Auftragsbestand, den die Unternehmen im November besser beurteilten als im Vormonat. Nach amtlichen Daten stabilisierten sich die Auftragseingänge bis September 2025. Besonders erfreulich: Die Aufträge aus dem Euroraum stiegen zwischen Januar und September 2025 sogar kräftig an.

Allerdings erwarten die Unternehmen für die kommenden Monate keine neuen Impulse vom Auslandsgeschäft. Die Exporterwartungen fielen dramatisch von plus 15,7 Punkten im Oktober auf minus 8,7 Punkte im November.

„Dieses Auf und Ab im Geschäftsklima spiegelt die sehr hohe und steigende wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland und weltweit wider", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Starke Schwankungen seit dem Sommer

Seit Mitte des Jahres schwankt das Geschäftsklima stark. Zuvor hatte es gut ein halbes Jahr konstant unter minus 30 Punkten gelegen – also deutlich schlechter als aktuell. Im Juli und August zog es dann vorübergehend auf nur noch minus 16,1 an, um seither abwechselnd zu steigen und zu fallen.

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