Gesundheitsreport 2014: Krankenstand steigt

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Arbeitnehmer waren 2013 wieder etwas häufiger krank. Insgesamt fehlten Beschäftigte mit Pflichtversicherung 17,6 Tage. Etwas besser sieht es in Kfz-Werkstätten aus.

Im Durchschnitte fehlten Pflichtversicherte 2013 rund 17,6 Tage.
Im Durchschnitte fehlten Pflichtversicherte 2013 rund 17,6 Tage.
(Foto: Archiv)

Es ist nicht nur die kalte Jahreszeit, die Arbeitnehmern zu schaffen macht. Krankheit kann viele Ursachen haben. Muskel-/Skelett- und Atmungssystem sind insgesamt am häufigsten betroffen; etwa jeder siebte Fehltag ist psychisch bedingt.

Laut dem neuesten Gesundheitsreport der Betriebskrankenkassen (BKK) fehlten die Beschäftigten mit Pflichtversicherung 2013 durchschnittlich 17,6 Tage, im Vergleich zum Vorjahr waren dies 1,2 Tage mehr. Einen höheren Krankenstand melden auch andere Krankenkassen: Bei den Techniker Krankenkassen stieg die Zahl der Tage, an denen die Beschäftigten krankheitsbedingt fehlten, um einen halben Tag auf durchschnittlich 14,7 Tage. Ähnlich sieht es bei der DAK aus, wo es nun durchschnittlich 14,6 Tage sind.

Das ist zwar erneut ein kleiner Anstieg, allerdings kein Vergleich zur Situation in den 1980er und 1990er Jahren. Damals zählten die Betriebskrankenkassen durchschnittlich bis zu knapp 27 Tage. Seit Anfang 1990, als die Pflichtversicherten rund 25 Tage fehlten, nahmen die krankheitsbedingten Fehlzeiten kontinuierlich bis 2004 ab – bis auf rund 13 Tage. Seither hat sich der Trend wieder umgekehrt.

Als einzige Krankenkasse hat die BKK in ihrem Gesundheitsreport eine branchenspezifische Auswertung: Demnach sind die Beschäftigten in Kfz-Werkstätten etwas gesünder als der bundesweite Schnitt. 2013 fehlten sie durchschnittlich 15,3 Tage, Männer – wie üblich – mit 15,7 Tagen etwas häufiger, Frauen mit 13,9 Tagen waren etwas fitter.

Wie der bundesweite Durchschnitt litten auch die Mitarbeiter in Kfz-Werkstätten am häufigsten unter Erkrankungen des Muskel-/Skelettsystems sowie des Atmungssystems. An dritter Stelle folgen jedoch Krankheitstage aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen. Psychische Erkrankungen sind etwas seltener ausgeprägt.

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