Effizienter Gebrauchtwagenprozess Polieren statt debattieren

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 8 min Lesedauer

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Wenn die Gebrauchtwagenaufbereitung in der regulären Werkstatt abläuft, führt das schnell zu einem Kampf um die Ressourcen. Im Trend liegt deshalb die eigenständige GW-Aufbereitungseinheit – und sie ist auch ein Vorbild für den Neuwagenprozess.

Im Gebrauchtwagenzentrum der Wiest Group in Darmstadt werden pro Jahr 1.400 bis 1.500 Fahrzeuge durchgeschleust – abseits des regulären Werkstattbetriebs.(Bild:  Patrick Schweizer)
Im Gebrauchtwagenzentrum der Wiest Group in Darmstadt werden pro Jahr 1.400 bis 1.500 Fahrzeuge durchgeschleust – abseits des regulären Werkstattbetriebs.
(Bild: Patrick Schweizer)

Viele Autohäuser kennen das Problem: Gebrauchtwagen müssen möglichst schnell und planbar verkaufsfertig werden – ohne die Markenwerkstatt mit internen Aufträgen lahmzulegen. Wer die Aufbereitung in die normale Werkstatt schiebt, erlebt oft Terminverschiebungen, Prioritätskonflikte und steigende Standzeiten. Wie sehr das die Autohäuser umtreibt, bestätigt Philipp Kranich, Senior Manager bei der Unternehmensberatung RPC – The Retail Performance Company: „Das ist ein absolut wichtiges Thema – besonders in der aktuellen Zeit, in der die Werkstattauslastung immer noch sehr hoch ist. Gerade jetzt häufen sich diese Anfragen.“

Der Personal- und Kostenaufwand für die Gebrauchtwagenaufbereitung ist nämlich enorm. Philipp Kranich beziffert ihn bei einem Durchsatz von beispielsweise 500 Gebrauchtwagen pro Jahr auf nicht weniger als zwei Vollzeitkräfte. Durchschnittlich seien bei jüngeren Gebrauchtwagen vier bis acht Stunden für Aufbereitung und Instandsetzung zu kalkulieren.