Getriebeöl: Nichts ist für immer

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Lifetime-Füllung? Vergessen Sie's. Der Ölwechsel im Automatikgetriebe bringt dem Autofahrer ein besseres Schaltverhalten und der Werkstatt mehr Umsatz. Sie müssen die Ölquelle nur anbohren.

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(Foto: Rosenow)

Motoröl? Maximal 30.000 Kilometer. Bremsflüssigkeit? Alle zwei Jahre. Getriebeöl? Lebensdauerfüllung. Wie kann das sein? Selbstverständlich ist ein Schmierstoff im Getriebe – und ganz besonders in Automatikgetrieben – ebenso dem unvermeidlichen Verschleiß unterworfen wie in jedem anderen technischen System. Lokale Temperaturen bis 400 Grad Celsius, enorme Scherkräfte und Flächenpressungen, Abrieb, chemische Alterung – all diese Faktoren belasten das Getriebeöl und sorgen dafür, dass es seine ursprünglichen Eigenschaften verliert und seine ihm zugedachten Aufgaben immer schlechter erfüllt.

In einem Handschaltgetriebe, wo es außer der Schmierung bewegter Teile keine weiteren Aufgaben hat, mag das noch angehen. Doch ein Spezialöl für Automatikgetriebe – ein sogenanntes ATF (Automatic Transmission Fluid) – hat gleich eine ganze Reihe weiterer aufreibender Jobs: