Gewerbliche Kärcher-Produkte tragen Anthrazit

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Nach rund 40 Jahren verabschiedet sich der Reinigungsspezialist Kärcher von der Farbe Gelb für die Produktlinie Professional. Die neue Farbe Anthrazit soll die Grenzen zur Produktlinie Home&Garden klarer ziehen.

Kärcher liefert seine Produktlinie für das Gewerbe nur noch in Anthrazit. Nur die Bedienelemente behalten die gelbe Farbe bei.
Kärcher liefert seine Produktlinie für das Gewerbe nur noch in Anthrazit. Nur die Bedienelemente behalten die gelbe Farbe bei.
(Kärcher)

Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher vollzieht die zweite umfassende Farbumstellung seiner Firmengeschichte. Wie beim Wechsel von Hammerschlagblau auf Gelb im Jahr 1974 verbirgt sich dahinter mehr als die bloße Neugestaltung des Erscheinungsbildes: Die ab sofort in Anthrazit angebotenen Geräte für den professionellen Einsatz sind Bestandteil einer strategischen Neuausrichtung des gesamten Unternehmens auf den Kunden.

„Die neue Farbgebung erleichtert unseren Kunden die Orientierung bei der Geräteauswahl erheblich“, erläuterte Hartmut Jenner, Vorsitzender der Kärcher-Geschäftsführung, vor rund 1.200 Gästen in der Stuttgarter Messe, den Sinn des neuen Farbenspiels der Produktreihen.

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„Das Programm für die gewerbliche Gebäudereinigung haben wir bereits 2010 auf die neue Farbe umgestellt. Marktforschungsergebnisse und die positive Umsatzentwicklung in diesem Segment bestätigen uns: Der Farbwechsel ist die richtige Entscheidung und wird von unseren Kunden gewünscht“, sagt Markus Asch, stellvertretender Vorsitzender der Kärcher-Geschäftsführung und verantwortlich für den Bereich Professional Products.

Tatsächlich kann das Winnender Unternehmen auf sehr erfolgreiche Jahre zurückblicken. 2012 steigerte es seinen weltweiten Umsatz um etwa 13 Prozent auf 1,923 Mrd. Euro. Damit habe Kärcher den höchsten Umsatz und mit 10,8 Mio. verkauften Geräten die höchste Stückzahl in seiner Firmengeschichte erzielt, berichtete Jenner.

Kärcher beschäftigt aktuell in 60 Ländern und 100 Gesellschaften 9.450 Mitarbeiter. Seine Reinigungsgeräte produziert das Familienunternehmen in Deutschland, Italien, den USA, Brasilien, Mexiko und China. Für eine lückenlose Versorgung der Kunden auf der ganzen Welt sorgen 50.000 Servicestellen. In den Entwicklungszentren arbeiten mehr als 650 Ingenieure und Techniker an neuen Konstruktion.

Die jetzt erfolgte optische Abgrenzung des Profi-Sortiments vom Angebot für private Anwender – Letzteres behält das bekannte Kärcher-Gelb – kommt vor allem dem Fachhandel zugute. Er könne künftig den Kunden bei seiner Kaufentscheidung einfacher beraten, so Asch. Zudem sei die Farbe unempfindlich gegen Verschmutzung, was den Reinigungsaufwand für die Maschinen reduziere. Gelb bleiben alle Bedienelemente, die für den Reinigungsprozess benötigt werden. Hellgrau ist dagegen alles, was Wartung und Service anbelangt.

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