Die großen Autohändler Deutschlands 2025 Glinicke – Wachstum beginnt im Team

Von Andreas Grimm 8 min Lesedauer

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Die Glinicke-Gruppe ist weiter wachstumsbereit. Die Integration der Deisenroth-Betriebe hat gezeigt, dass die Gruppe strukturell und personell vorbereitet ist. Der Wert der Mitarbeiter zeigt sich an vielen Stellen im Unternehmen.

Die Glinicke-Gruppe hat am Traditionssitz am Kasseler Königstor Dienstleistungsbereiche zentralisiert. Gleichzeitig ist die Cupra-Garage anstelle des Bike-Stores eingezogen. Zudem entsteht hier ein „City Store“-Konzept für VW.(Bild:  Glinicke)
Die Glinicke-Gruppe hat am Traditionssitz am Kasseler Königstor Dienstleistungsbereiche zentralisiert. Gleichzeitig ist die Cupra-Garage anstelle des Bike-Stores eingezogen. Zudem entsteht hier ein „City Store“-Konzept für VW.
(Bild: Glinicke)

Die Glinicke-Gruppe investiert und wächst. Diese im Kern sich jährlich wiederholende Feststellung hat für das Jahr 2025 allerdings eine andere Qualität als in den Vorjahren. Seit dem zurückliegenden Jahresstart ist Glinicke mehrheitlich – mit 60 Prozent – am Autohaus Deisenroth & Söhne aus Alsfeld beteiligt. Der bisherige Wettbewerber im Süden des Glinicke-Marktgebiets ist selbst eine Autohausgruppe mit mehreren Standorten im Großraum Fulda, die 240 Mitarbeiter und rund 200 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. Die restlichen Anteile verbleiben bei der bisherigen Inhaberfamilie Deisenroth, die weiter aktiv das Tagesgeschäft verantwortet. Niclas Deisenroth hat in der Glinicke-Gruppe von Beginn an Führungsaufgaben – unter anderem als Markenleiter Audi – übernommen.

Diese Konstellation hatte Florian Glinicke, Inhaber und Geschäftsführer des 1930 in Kassel gegründeten Familienunternehmens, begrüßt und gewünscht, nicht zuletzt um die Integration der Unternehmen behutsam, aber zielstrebig voranzubringen. Die intensiven Gespräche und Vorarbeiten im Vorfeld des Einstiegs hätten sich ausgezahlt, ist sich Florian Glinicke sicher. „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden“, bilanziert er das zurückliegende Jahr. Das mag an den Entwicklungsmöglichkeiten liegen, die eine große Gruppe den neuen Mitarbeitern bieten kann. Es mag zweitens am Erhalt der Deisenroth-Identität liegen, der eine noch längere Unternehmensgeschichte zugrunde liegt als bei Glinicke. Der Name Deisenroth bleibt erhalten – ergänzt um den Zusatz „ein Unternehmen der Glinicke Gruppe“. Und drittens passen die Kulturen der beiden Händler sehr gut zusammen. „Die Art, wie Deisenroth geführt wurde, harmoniert perfekt mit unserer Unternehmenskultur“, berichtet Florian Glinicke. Auch systemseitig hätten beide Betriebe die gleichen Voraussetzungen mitgebracht.