GM und Honda setzen auf Brennstoffzelle

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Wasserstofffahrzeuge könnten eine zusätzliche Alternative zu Benzinern und Dieseln werden. Die technische Kernkompetenz, die Brennstoffzelle, wollen General Motors und Honda nun gemeinsam fortentwickeln.

In der Fertigung von Brennstoffzellen wollen General Motors und Honda zusammenarbeiten.
In der Fertigung von Brennstoffzellen wollen General Motors und Honda zusammenarbeiten.
(Bild: GM)

Honda und General Motors gehen den Bau von Brennstoffzellen für Elektroautos gemeinsam an. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen nun bekanntgegeben. Insgesamt sollen in das Projekt 85 Millionen Dollar (rund 79 Millionen Euro) investiert werden.

Die Produktion der Brennstoffzellen soll den Angaben zufolge im Jahr 2020 am GM-Standort Brownstown/Michigan starten. Dort werden bereits Akkus für E-Mobile gefertigt. Die Technik soll in Modellen beider Marken eingesetzt werden.

Honda zählt zu den Pionieren bei der Serienproduktion von Brennstoffzellenautos. Mit dem Clarity haben die Japaner bereits die zweite Generation eines Wasserstoff-Fahrzeugs auf dem Markt. GM zählte Anfang des Jahrzehnts zu prominentesten Vorreitern der Brennstoffzellentechnologie, hat das Thema jedoch in den vergangenen Jahren zugunsten des batteriebetriebenen E-Autos zumindest öffentlich nur noch wenig vorangetrieben. Aktuell verkaufen die Amerikaner kein Brennstoffzellenauto.

Die Brennstoffzelle gilt für Elektroautos seit Jahren als hoffnungsvolle Alternative zur Batterie. Sie ermöglicht aktuell größere Reichweiten und ihr Wasserstofftank lässt sich schneller nachfüllen, als der Akku eines Elektroautos auflädt. Bislang gibt es allerdings nur eine Handvoll Brennstoffzelle-Autos und eine Tankstellen-Infrastruktur existiert praktisch überhaupt nicht. Mitte 2016 gab es nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums 21 H2-Tankstellen in Deutschland.

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