Die großen Autohändler Deutschlands 2025 Graf Hardenberg – Projekt 50 Prozent

Von Andreas Grimm 8 min Lesedauer

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Die Autohausgruppe wächst – auch ohne Zukäufe. Zuletzt richtete sich der Blick der Führung nach innen auf operative Exzellenz, konsequente Personalentwicklung und die regionale Marktführerschaft.

Für Graf Hardenberg ist Cupra eine Wachstumsmarke – wie bei vielen Partnern des Volkswagenkonzerns. Im Bild ein Blick in die Cupra Garage in Karlsruhe.(Bild:  Graf JHardenberg)
Für Graf Hardenberg ist Cupra eine Wachstumsmarke – wie bei vielen Partnern des Volkswagenkonzerns. Im Bild ein Blick in die Cupra Garage in Karlsruhe.
(Bild: Graf JHardenberg)

Wachstum muss nicht immer durch Zukauf entstehen – wenngleich die Graf-Hardenberg-Gruppe wie andere Wettbewerber auch bei einem passenden Angebot nicht ablehnen würde. Doch im Jahr 2025 hat der Automobilhändler, der im Südwesten Deutschlands vom Bodensee bis in die Südpfalz aktiv ist, den Blick eher nach innen gerichtet. Der Unternehmensführung um Stiftungsvorstand Friedrich Behle und Holding-Geschäftsführer Volker Brecht ging es, anschließend an ein Mitarbeiterprojekt im Vorjahr, um die innere Stärkung der Gruppe mit ihren 37 Betrieben in 18 Städten. Hatten die Unternehmensführung und die rund 1.900 Mitarbeiter im Vorjahr intensiv an einem gemeinsamen Zielbild, dem Selbstverständnis und dem Zusammengehörigkeitsgefühl gearbeitet, ging es im zurückliegenden Jahr auf Basis dieser Gemeinsamkeiten um die interne Optimierung der Abläufe, Zuständigkeiten und Systeme.

Graf Hardenberg war mit diesem Kurs gewissermaßen dem Deutschland-Chef von Volkswagen, Achim Schaible, zeitlich deutlich voraus. Dieser hatte im Oktober 2025 öffentlichkeitswirksam die Notwendigkeit ausgerufen, dem Handel 20 Prozent an Einsparungen zu ermöglichen, um die allgemeinen Kostensteigerungen zu kompensieren. „Im kaufmännischen Bereich ist dieser Wert durchaus denkbar“, bestätigt Philipp Ludwigs, der seit Mitte 2024 kaufmännischer Geschäftsführer der Gruppe ist. Über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren könnten in manchen Bereichen sogar noch höhere Werte erreicht werden. Dabei geht es, das ist dem Führungstrio wichtig, nicht um Personalabbau, sondern um Abläufe, Doppelfunktionen, falsche Softwareprogramme und vergleichbare weitere Kostenblöcke, um Kapazitäten freizubekommen für produktive Arbeiten.