Graumarkt in China: Autos im Straßenverkauf

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Importautos vom Schiff runterfahren, in die Zentren bringen, öffentlich parken und direkt verhökern. Kaum zu glauben, aber das geht in Peking.

(Foto: Archiv)

Importautos am Hafen abholen, in die Großstädte überführen, öffentlich abstellen und direkt verkaufen. Dieses Geschäftsmodell ohne weitere Investitionen in einen realen oder virtuellen Verkaufsplatz ist in China offenbar möglich. Der holländische Autoexperte Tycho de Feyter ist in der chinesischen Hauptstadt zufällig an einem solchen Parkplatzverkauf vorbeigekommen und dokumentiert den Kontakt mit den Graumarktverkäufern im Rahmen seines Blogs – die Fotostrecke ist sehenswert.

Verkauft wurden Geländewagen, Vans und Spezialumbauten verschiedener Fabrikate, zumeist aus nordamerikanischer Produktion. Die Fahrzeuge kamen laut de Feyter aus dem US-Handel an der amerikanischen Westküste. Bei der Bepreisung hat die Graumarkthändler aber offenbar der Mut verlassen – in den Fahrzeugen hing lediglich eine Telefonnummer. Auf Nachfrage nannten die kamerascheuen Geschäftsmänner beispielsweise den Preis für ein 10-Meter-Modell des Hummer H2: Umgerechnet rund 230.000 Euro.

Importierte US-Fahrzeuge sind in China auch beim Vertragshändler spürbar teurer, da die chinesische Regierung insbesondere US-Autos seit Ende 2011 mit hohen Strafzöllen belegt.

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