„Schwierige Zeiten“ Great Wall Motor macht Europazentrale dicht

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Der chinesische Autobauer Great Wall Motor (GWM) schließt seine europäische Zentrale in München und entlässt alle Mitarbeiter. GWM-Fahrzeuge gibt es weiterhin, der deutsche Importeur macht seine Geschäfte künftig mit China. Was GWM-Topmanager Steffen Cost zu den Hintergründen sagt.

Die E-Autos und Plug-in-Hybride von GWM werden trotz der Schließung der Europazentrale weiter vertrieben.(Bild:  Autoren-Union Mobilität/GWM)
Die E-Autos und Plug-in-Hybride von GWM werden trotz der Schließung der Europazentrale weiter vertrieben.
(Bild: Autoren-Union Mobilität/GWM)

Der chinesische Autobauer Great Wall Motor schließt seine Europazentrale in München Ende August. Alle dort angestellten rund 100 Mitarbeiter müssen gehen. Das bestätigte Steffen Cost, Chief Commercial Officer bei Great Wall, auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ darüber berichtet.

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Die Maßnahme gehe jedoch nicht mit einem Rückzug aus Europa einher, betonte Cost. Der deutsche Importeur, die zur Emil-Frey-Gruppe gehörende O! Automobile GmbH, werde weiter beliefert. Künftig säßen die Ansprechpartner nur eben in China. „Für unsere Händler und Endkunden ändert sich nichts“, sagte ein Sprecher des Importeurs auf Anfrage. Das gilt laut Cost auch für die Kunden in Großbritannien, Irland, Schweden, dem Baltikum, Israel und Bulgarien, wo Great Wall ebenfalls aktiv ist. Eine weitere Expansion in neue europäische Märkte soll es jedoch nicht geben.