Großer Test für die Online-Prüfung
Das Deutsche Kfz-Gewerbe will mit einer bundesweiten Aktion testen, ob sich Onlineprüfungen flächendeckend durchführen lassen. Dazu sucht es nun Testgruppen.
Computer und Internet sind aus dem Arbeitsalltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Auch im Prüfungswesen sollen sie künftig eine stärkere Rolle spielen. Aus diesem Grund testet der ZDK bereits seit 2006, auf welche Weise sich Onlineprüfungen im Kfz-Gewerbe umsetzen lassen. Für den 24. April 2009 plant der ZDK nun einen Test, an dem sich alle interessierten Auszubildenden in den technischen Berufen in Gruppen ab fünf Teilnehmern beteiligen können. An diesem Tag findet keine Gesellenprüfung statt, sondern ein einstündiger Online-Aufgabentest.
Berufsschulklassen spricht der ZDK mit diesem Angebot genauso an wie Gruppen aus Ausbildungsbetrieben. Je mehr, desto besser, denn dieser Test soll zeigen, ob das System, das der ZDK bei den bisherigen Prüfungen genutzt hat, auch für eine flächendeckende Online-Gesellenprüfung taugt. Voraussetzung ist, dass jeder Teilnehmer einen Rechner mit Internetzugang hat und die Aufgaben am 24. April zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr bearbeiten kann, denn nur in diesem Zeitfenster ist der Zugriff auf die Aufgaben möglich.
Per Mail für den Test anmelden
Wer an dem Onlinetest teilnehmen möchte, muss einen verantwortlichen Gruppenleiter haben und sich per E-Mail bei der Aufgabenbank anmelden. Die Adresse lautet: aufgabenbank@kfzgewerbe.de. Die Organisatoren benötigen eine Teilnehmerliste. Drei Tage vor dem Onlinetest bekommt der Gruppenleiter dann die Login-Daten für die einzelnen Teilnehmer per E-Mail zugesandt.
Die technischen Voraussetzungen und weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://onlinepruefung.kfzgewerbenet.de. Auf dieser Internetseite stehen auch Beispielprüfungen, mit denen sich Azubis auf eine Onlineprüfung vorbereiten können.
Lange und gute Erfahrungen
Der ZDK startete seine Online-Testprüfungen im Sommer 2006 gemeinsam mit der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) und der Kfz-Innung Frankfurt. An der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Hessen legten damals 17 Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik den theoretischen Teil ihrer Gesellenprüfung Teil 1 am Computer ab.
Diese Onlinepremiere war Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Pilotprojekts „Innovative Prüfungsverfahren in der beruflichen Aus- und Weiterbildung“. Das Projekt sollte zeigen, ob die Auszubildenden bei einer Prüfung mit dem Computer zurechtkämen. Weiterhin wollte der ZDK testen, ob sich die Aufgaben der zentralen Aufgabendatenbank für eine computergestützte Prüfung eignen.
Inzwischen hat der ZDK gemeinsam mit sechs unterschiedlichen Innungen 16 Onlineprüfungen durchgeführt. An ihnen haben rund 450 angehende Kfz-Mechatroniker und Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik teilgenommen. Die Erfahrungen sind durchweg positiv, sodass die Verantwortlichen diese Form der Prüfung zur Regelprüfung machen möchten.
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