Großer und kleiner Rückruf bei Nissan
Bei fast 65.000 Nissan Qashqai muss die Radhausverkleidung zusätzlich gesichert, bei deutlich weniger Notes der ABS-Aktuator überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Nissan startet mit einer größeren Rückrufaktion ins neue Jahr. Sie betrifft in Deutschland 64.950 Qashqai (J11) aus dem Bauzeitraum 23.09.2013 bis 26.05.2016. In bestimmten Fahrsituationen könne sich die rechte hintere Radhausverkleidung deformieren und dadurch in Kontakt mit der Bremsleitung kommen, hieß es auf Anfrage von »kfz-betrieb« aus der Europazentrale. In extremen Situationen werde dabei die Bremsleitung beschädigt.
In der Vertragswerkstatt wird ein zusätzlicher Halter für die Radhausverkleidung montiert sowie die Bremsleitung überprüft. Hierfür sind 25 Minuten angesetzt. Sollte bereits eine Beschädigung der Bremsleitung bestehen, wird sie ausgetauscht. Global sind den Angaben zufolge 720.204 Fahrzeuge betroffen.
Deutlich übersichtlicher fällt eine zweite Nissan-Aktion für den Note (E12) aus. Bei einigen Fahrzeugen könnten verunreinigte ABS-Steuereinheiten eingebaut worden sein, begründeten die Japaner diese Aktion für weltweit 1.116 Einheiten, davon 204 in Deutschland. Diese Späne könnten innerhalb des ABS-Systems wandern und eventuell in ein Ventil geraten. „Das ABS arbeitet dann nicht mehr wie vorgesehen. Im Extremfall kann ein Rad blockieren“, hieß es.
Der ABS-Aktuator muss daher überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Hierfür sind zwei Stunden vorgesehen. Die problematischen Modelle stammen aus dem Bauzeitraum zwischen 15. und 29. April des vergangenen Jahres. Angaben zu Rückrufcodes oder zur Markierung abgearbeiteter Fahrzeuge machte der Hersteller nicht.
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