Sixt Günstigere Einkaufpreise und bessere Restwerte stabilisieren

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Deutlich fallende Restwerte haben im Jahr 2024 die Sixt-Bilanz getrübt. Inzwischen hat sich das Re-Marketing stabilisiert, das Sixt-Vorsteuerergebnis ist in die Höhe geschnellt.

Der Autovermieter Sixt hat seine Erlössituation deutlich verbessert, auch dank besserer Restwerte.(Bild:  Grimm – VCG)
Der Autovermieter Sixt hat seine Erlössituation deutlich verbessert, auch dank besserer Restwerte.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Autovermieter Sixt hat den Gewinn im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum kräftig gesteigert. Die Erwartungen des Aktienmarktes konnte das Unternehmen damit aber nicht ganz erfüllen. Experten hatten sich etwas mehr Gewinn ausgerechnet. Finanzchef Franz Weinberger sprach am Mittwoch gleichwohl von einem Rekordquartal beim Umsatz.

Die Flotte habe der Anbieter nur moderat vergrößert, der Anteil teurer Mietwagen sei hoch gewesen. „Insgesamt sind wir bei zunehmender makroökonomischer Unsicherheit und abnehmender Visibilität auf einem guten Weg, die Jahresziele zu erreichen“, sagte der Manager. Europa war der Haupttreiber des Wachstums mit robusten Preisen. Insbesondere in Italien und Spanien profitierte Sixt von guter Nachfrage und den Investitionen ins Stationsnetzwerk.

Das Vorsteuerergebnis zog um knapp 71 Prozent auf 107,3 Millionen Euro an, wie das Unternehmen mit Sitz in Pullach bei München mitteilte. Sixt konnte den Umsatz durch den höheren Anteil teurerer Mietwagen steigern und zudem die Flottenkosten senken. Ein Jahr zuvor hatte ein Restwertverfall unter anderem bei Elektroautos die Geschäfte belastet. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Nettogewinn von 78,4 Millionen Euro, ein Plus von mehr als 62 Prozent.

Die aktuelle Weltlage spürt auch Sixt, allerdings ohne größere Blessuren. Man habe angesichts der hohen Unsicherheit im Markt die Flotte in den USA lieber etwas knapper geplant, sagte Finanzchef Weinberger im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Grundsätzlich sei das Geschäft dort stabil, was auch daran liege, dass man rund zwei Drittel direkt mit Amerikanern mache. Zwar lag das Umsatzwachstum in den USA im zweiten Quartal unter dem in Europa, dazu trugen aber auch Wechselkurseffekte durch den schwachen Dollar bei. Grundsätzlich bleiben die USA als größter Autovermietmarkt der Welt für Sixt aber ein strategischer Wachstumsmarkt, wie Weinberger betont.

Probleme im Re-Marketing sind gelöst

Vor einem Jahr war das Sixt-Ergebnisse durch die schwachen Gebrauchtwagenpreise unter Druck geraten, da das Unternehmen beim Weiterverkauf seiner Mietwagen weniger einnahm. Inzwischen ist dieses Problem weitgehend gelöst. Im ersten Quartal seien die letzten betroffenen Fahrzeuge angefallen, sagte Weinberger. Hilfreich seien zudem bessere Einkaufskonditionen, da der Neuwagenmarkt inzwischen wieder durch ein Überangebot gekennzeichnet ist.

Der Umsatz wuchs insgesamt um gut sieben Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Flottengröße wuchs in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um knapp sechs Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Management. Sixt will den Umsatz um 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von rund 4 Milliarden Euro steigern. Die Vorsteuermarge soll weiter rund 10 Prozent erreichen.

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